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Stadt Damme saniert Rathaus mit EU-Fördermitteln

Die Verwaltung setzt zunächst vor allem auf Energie-Einsparungen.  Das Projekt soll ein Zeichen für den Klimaschutz sein.

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Aus Sicht der Stadt Damme nicht mehr zeitgemäß: Die alte Glasfassade des Verwaltungsgebäudes soll erneuert werden - im Sommer wird es zu warm, im Winter geht zu viel Wärme verloren. Foto: Schüler

Aus Sicht der Stadt Damme nicht mehr zeitgemäß: Die alte Glasfassade des Verwaltungsgebäudes soll erneuert werden - im Sommer wird es zu warm, im Winter geht zu viel Wärme verloren. Foto: Schüler

Die Stadt Damme will das Rathaus energetisch sanieren. In einem ersten Schritt sollen 2021 die Heizungsanlage und die Glasfassade der Eingangsbereiche erneuert werden. Das hat Bürgermeister Gerd Muhle (CDU) am Mittwoch bekannt gegeben. Das Projekt soll demnach aus Mitteln der Europäischen Union gefördert werden. Das Sanierungskonzept soll ein klares Zeichen für den Klimaschutz sein. Angaben zu den erwarteten Kosten für die Sanierung machte die Stadt bisher nicht.

Konkret soll laut Verwaltung die veraltete Heizungsanlage des Rathauses durch eine Kombination aus Wärmepumpe und Gas-Brennwerttechnik ersetzt werden. Die Brennwertanlage soll mit CO2-neutralem Gas betrieben werden - und damit den Ausstoß von Treibhausgasen insgesamt verringern.

In das Konzept bindet die Stadt auch die Photovoltaik-Anlage ein, die bereits im Jahr 2018 bei der Dachsanierung installiert wurde. Diese soll mithilfe einer intelligenten Steuerung ermöglichen, im Sommer das Rathaus zu kühlen, ohne zusätzlichen Strom ankaufen zu müssen. Dafür will die Stadt aber keine Klimaanlage einbauen, sondern auch die Wärmepumpe einsetzen. Diese laufe im Sommer einfach im umgekehrten Betrieb.

Projekt als Botschafter für den Klimaschutz

Auch die Glasfassade des Eingangsbereichs ist für die Stadt ein dringendes Thema. Sie entspreche nicht mehr dem heutigen Standard. Die neue Konstruktion soll mit einem Wärmeschutz und einer automatisierten Beschattungsanlage ausgestattet werden. Das soll zu hohe Temperaturen im Rathaus verhindern. Außerdem sollen Wärmebrücken beseitigt werden, über die im Winter-Heiz-Wärme verloren geht. Die Glasfassade soll nach der Sanierung in einem besseren Zustand sein, als sie den gesetzlichen Anforderungen nach sein müsste. Über zusätzlich eingerichtete Wärmeschleusen im Eingangsbereich des Hauses soll ein Energieverlust verhindert werden.

Mit der energetischen Sanierung des Rathauses will die Stadtverwaltung die eigene Klimabilanz nachhaltig verbessern und den Klimaschutzgedanken nach "außen" tragen. Die Ausschreibungen für die Arbeiten werden im Herbst dieses Jahres erfolgen. Mit den Sanierungsarbeiten kann voraussichtlich im Frühjahr des kommenden Jahres begonnen werden. Das Projekt wird nach Stadtangaben durch die NBank aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für stärker entwickelte Regionen (SER) gefördert.

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