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Sportschule Lastrup soll bis 2025 moderner und größer werden

Lastrups Planungsausschuss hat grünes Licht für den Ausbau gegeben. Die Kapazität soll sich vergrößern und die Anwohner weniger Ärger mit parkenden Autos haben.

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Soll erweitert werden: Die Sportschule Lastrup steht vor dem Umbau. Foto: Meyer

Soll erweitert werden: Die Sportschule Lastrup steht vor dem Umbau. Foto: Meyer

Der Planungsausschuss hat am Montag die Bauleitplanung für den Ausbau der Sportschule Lastrup auf den Weg gebracht. Sie soll in den kommenden Jahren modernisiert und vergrößert werden. Das ambitionierte Projekt wird voraussichtlich 2025 abgeschlossen. 

Die Vorbereitungen laufen schon seit 5 Jahren. Ein Architektenwettbewerb fand 2019 statt. Das Siegermodell ist im Foyer der Sportschule ausgestellt.  "Es ist sehr schick geworden, eine Kombination aus Sanierung und Neubau", befand Bürgermeister Michael Kramer, der im Ausschuss die Planungen vorstellte. Vorgesehen ist eine Erhöhung der Bettenzahl. Vor allem aber sollen ausreichend Zwei- und Einbettzimmer eingerichtet werden, sodass auch Profiteams Lastrup verstärkt als Trainingsquartier ansteuern. Zurzeit können etwa 88 Sportler beherbergt werden, erklärt Geschäftsführer Christoph Rohling gegenüber OM-Medien. Nach dem Ausbau werden es rund 100 sein.

Neben den Unterkünften erweitert die vom Kreissportbund getragene Einrichtung auch ihre sportlichen Möglichkeiten. So soll auf dem Gelände irgendwann eine neue Sporthalle errichtet werden, was Kramer ausdrücklich begrüßte. Die beiden bestehenden Sporthallen in Lastrup seien wegen des Schul- und Vereinssports hoch frequentiert. "Das ist ziemlich auf Kante genäht." Die Halle dürfte allerdings noch auf sich warten lassen. Ihr Bau sei ein Zukunftsprojekt, schränkt Rohling ein.

Dritte Sporthalle für Lastrup in Aussicht

Konkret geplant ist dagegen die Schaffung von zwei Naturrasenplätzen südlich der Wilhelm-Busch-Straße bis Ende 2023. Das Gelände gehört inzwischen vollständig dem Landkreis. Es grenzt an die Überschwemmungszone des Löninger Mühlenbaches an. Sie wird  renaturiert und soll danach für Kompensationszwecke eingesetzt werden, erklärte Kramer. Dem neuen Sportgelände müssen zwei Wallhecken und einige Bäume Platz machen. Die Hecken werden aber rundherum neu angelegt. 

Aufgegeben wird stattdessen ein Naturrasenplatz.  Dort, wo er sich derzeit  befindet, sollen demnächst Autos und Busse parken. Die Zufahrt erfolgt über die Wilhelm-Busch-Straße. Die Anwohner dürfte das freuen. Wildes Parken in den umliegenden Wohnsiedlungen werde dann der Vergangenheit angehören, versprach Kramer.

Der aktuelle Parkplatz wird als Standort für die Erweiterungen benötigt. Neben Unterkünften entsteht dort ein neuer Küchen- und Mensabereich. Auch die Verwaltung soll umziehen. Die jetzt dafür genutzten Trakte werden abgerissen. Auch der Eingangsbereich soll umfassend umgestaltet werden. Der Siegerentwurf sieht ein Atrium vor. Finanziert wird das Millionenprojekt mithilfe von Fördermitteln. Insgesamt werde die Sportschule nach dem Umbau moderner wirken und weniger nach Jugendherberge aussehen, erklärt Rohling. Er betonte zugleich, dass die Trainings-Einrichtung auch nach dem Umbau in erster Linie für die regionalen Vereine gedacht bleibe. "Das werden wir bei der Preisgestaltung berücksichtigen". 

Ausschuss gibt OK für Zuchthof

Ziel der Planer ist außerdem die energetische Sanierung und der Einsatz erneuerbarer Energien. Auf einem kleinen benachbarten Grundstück an der Ecke Goethestraße wird ein Blockheizkraftwerk die zum Heizen benötigte Wärme erzeugen. Über Rohrleitungen sollen neben der Sportschule auch andere Gebäude in der Nähe versorgt werden können.

Im Ausschuss stieß das Vorhaben auf Wohlwollen. "Andere Gemeinden beneiden uns um die Sportschule", wusste Felix Klugmann (CDU). Die Mitglieder empfahlen einstimmig die Änderung des bestehenden Flächennutzungs- und die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans. 

Zwei privaten Vorhaben gab das Gremium ebenfalls seinen Segen: Der Zuchthof Klatte soll in Klein Roscharden einen Nachzuchtbetrieb für Turnierpferde errichten dürfen. Er hatte zuvor nach einer Einwendung den Standort verschoben. Grünes Licht erhält auch die Firma Wesselmann Engineering aus Nieholte. Um den Betrieb langfristig erweitern zu können, sind ebenfalls Änderungen der bestehenden Bauleitplanung notwendig.

Geld für die Sanierung einer maroden Holzbrücke soll die Wegegenossenschaft Lastrup erhalten. Die Maßnahme kostet rund 28.000 Euro, der Gemeindeanteil soll maximal 14.000 Euro betragen. Die Brücke in Verlängerung der Stormstraße würde stark von Radfahrern und Spaziergängern genutzt, hieß es.

Mit 100 Sachen durchs Wohngebiet

Schnell unterwegs waren Autofahrer im vergangenen Herbst in den Tempo-30-Zonen in Lastrup. Die Verwaltung hatte die Geschwindigkeit an der Bokaer Straße, der Fritz-Reuter-Straße sowie an der St.-Elisabeth-Straße messen lassen. Das Ergebnis: Mehr als 80 Prozent der Fahrer fuhren schneller als erlaubt. Den Vogel schoss ein Raser auf der Fritz-Reuter-Straße ab, der mit fast 100 Stundenkilometern durch das Wohngebiet brauste. "Wir haben die Polizei gebeten, in der nächsten Zeit dort verstärkt zu blitzen", teilte Michael Kramer mit.

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