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SPD will Wälle am Stadion doch erhalten

An den Wällen beim Cloppenburger Stadion hat sich ein Grünstreifen aus 30 Bäumen entwickelt. Er bietet Lärmschutz und sorgt für Sauerstoff. Das soll nicht gefährdet werden.

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Nach dem Ortstermin einer Meinung: (von links) Franz-Josef Wilken, Lothar Bothe (beide SPD), der Gartenarchitekt Antonius Bösterling und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Jan Oskar Höffmann. Foto: © SPD-Ortsverein

Nach dem Ortstermin einer Meinung: (von links) Franz-Josef Wilken, Lothar Bothe (beide SPD), der Gartenarchitekt Antonius Bösterling und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Jan Oskar Höffmann. Foto: © SPD-Ortsverein

Gemeinsam mit dem Cloppenburger Gartenplaner Antonius Bösterling hat sich die SPD-Ratsfraktion zu einem Ideenaustausch im Mehrgenerationenpark getroffen. Hintergrund des Treffens war die Kritik des Diplom-Gärtners am SPD-Antrag, die Wälle im Stadion abzutragen, um so eine höhere Einsehbarkeit von außen zu ermöglichen. Auf diese Weise wollte die SPD der zunehmenden Kriminalitätshäufung entgegenwirken und den Einsatz eines Sicherheitsdienstes vermeiden.

„An den Wällen hat sich ein Grünstreifen aus 30 Bäumen entwickelt, der Lärmschutz bietet und Menschen mit Sauerstoff versorgt. Diese grüne Lunge muss bleiben“, stellte Bösterling bei einer Begehung klar. Die SPD teilt die Ansicht Bösterling und sicherte zu, eine Abholzung der Bäume keinesfalls zu dulden. „Die Gefahr, dass die schützenswerte Bäume beim Abtragen der Wälle in Mitleidenschaft gezogen werden, ist offensichtlich zu groß. Das hat uns Herr Bösterling anschaulich erläutert. Für konstruktive Kritik können wir als Politik sehr dankbar sein“, berichtet SPD-Fraktionsvorsitzender Jan Oskar Höffmann. „Wir hatten uns erhofft, dass die Altlasten abgetragen und gleichzeitig die Bäume bewahrt werden könnten. Aber die Experteneinschätzung ist unmissverständlich“, betont SPD-Ratsherr Lothar Bothe. Der Rückbau der Wälle sei unter diesen Umständen daher keine Option mehr. Ein entsprechender Antrag der SPD werde daher nicht weiterverfolgt.

Trotzdem wolle die Fraktion weiterhin die Sicherheit im Park erhöhen. Dieses Ansinnen teile auch Bösterling. Die Verwaltung solle daher beauftragt werden, die bislang nicht ausgeleuchteten Wälle mit einem Lichtkonzept aufzuwerten und für Grenzüberschreitungen unattraktiv zu machen. Darüber hinaus solle die Möglichkeit einer Videoüberwachung durch Infrarotkameras außerhalb der Öffnungszeiten geprüft werden. Eine durchgehende Bewachung lehnt die SPD hingegen strikt ab. „Der Park soll ein sicherer Erholungsort bleiben. Aber wir wollen kein ,Big Brother‘ im Park“, so Bothe.

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