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SPD stärkste Kraft in Barßel

Der Aufwind der SPD ist auch im Norden des Landkreises Cloppenburg spürbar. In Friesoythe konnte die Partei allerdings nicht an den Erfolg aus der Kommunalwahl anknüpfen.

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Symbolbild: dpa/Hoppe

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Der Aufschwung der SPD, die bundesweit mit rund 25 Prozent der Stimmen stärkste Kraft im neuen Bundestag wurde, ist auch im Norden des Landkreises Cloppenburg zu beobachten. In den Gemeinden Barßel, Bösel und Saterland sowie in der Stadt Friesoythe gewannen die Sozialdemokraten im Vergleich zu den Bundestagswahlen 2017 zwischen 5,4 (Barßel) und 9,3 (Friesoythe) Prozentpunkten hinzu.

Deutlicher noch der Absturz der CDU: Sie verlor zwischen 11,4 Prozentpunkten in Barßel und 16,6 Prozentpunkten in Bösel. FDP und Grüne hingegen legten zu. Die Grünen holten in allen 4 Nordkreiskommunen rund 4 Prozentpunkte mehr als 2017, die FDP zwischen 1,7 (Barßel) und 3,8 (Saterland).

CDU in allen 4 Kommunen weit von der absoluten Mehrheit entfernt

Friesoythe: In Friesoythe blieb die CDU – anders als bei den Kommunalwahlen am 12. September – stärkste Kraft. Lediglich im Ortsteil Altenoythe musste sie sich mit 32,6 Prozent der SPD (38,5 Prozent) geschlagen geben. 2017 hatte die Union in Friesoythe mit 50,8 Prozent noch die absolute Mehrheit und mehr als doppelt so viele Stimmen wie die SPD (22,4 Prozent) geholt.

Bösel: Von der absoluten Mehrheit ist die Union in allen 4 Nordkreiskommunen diesmal weit entfernt. Das beste Ergebnis fuhr sie mit 41 Prozent in Bösel ein (2017: 57,7 Prozent). Hier erzielte die SPD mit 24,8 Prozent (2017: 17 Prozent) ihr schlechtestes Ergebnis im Nordkreis. Genau umgekehrt ist es bei den kleinen Parteien: Die FDP (13,2 Prozent) holte hier ihr bestes Ergebnis, die Grünen mit 7,2 Prozent ihr schlechtestes.

Barßel: Für eine Überraschung sorgte die SPD in Barßel. Mit 32,7 Prozent wurde sie hier stärkste Kraft vor der CDU (29,8 Prozent). Barßel ist damit die einzige Gemeinde im gesamten Oldenburger Münsterland, in der die SPD 2021 vorne liegt. Schon 2017 hatte die Partei OM-weit hier das beste Ergebnis eingefahren. Auch die Grünen (8,9) holten hier ihr bestes Nordkreis-Ergebnis, die FDP verfehlte mit 9,97 Prozent nur knapp die 10-Prozent-Marke.

Saterland: Relativ unauffällig ist das Ergebnis der Bundestagswahl im Saterland. SPD und CDU fahren hier mit 30,34 Prozent (SPD) beziehungsweise 32,47 Prozent ihr jeweils zweitschlechtestes Ergebnis im Nordkreis ein, Grüne und FDP mit 8,8 und 11,6 Prozent ihr jeweils zweitbestes. Die beiden kleineren Parteien verbuchten im Vergleich zu 2017 hier auch den größten Zuwachs.

Erststimmen: Eine sichere Bank bleibt der Nordkreis für die CDU-Direktkandidatin Silva Breher. Zwar blieb auch sie in allen 4 Kommunen deutlich unter ihrem Ergebnis von 2017, lag jedoch überall deutlich vor dem Zweitplatzierten Alexander Bartz (SPD). Ihr bestes Ergebnis erzielte Breher mit 52,60 Prozent in Bösel, in Barßel musste sie sich mit 37,2 Prozent zufriedengeben. Hier kam Bartz ihr mit 30,4 Prozent noch am nächsten.

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