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SPD gewinnt Bundestagswahl in Niedersachsen: Verlust für CDU

Die SPD trumpft auf und wird bei der Bundestagswahl stärkste Kraft in Niedersachsen. Einige Wechsel gibt es an der Spitze von Rathäusern und Landratsämtern.

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Foto: dpa

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Die SPD ist bei der Bundestagswahl in Niedersachsen mit deutlichen Zugewinnen die mit Abstand stärkste Kraft geworden. Bei der Wahl am Sonntag erreichten die Sozialdemokraten 33,1 Prozent der Zweitstimmen und verzeichneten damit im Vergleich zu 2017 einen Zugewinn von 5,7 Prozentpunkten. Die CDU wurde nach dem vorläufigen Endergebnis mit 24,2 Prozent auf Rang 2 verwiesen und erlitt Verluste von 10,7 Prozentpunkten. Am kräftigsten legten die Grünen zu, die mit 16,1 Prozent (plus 7,4) auf Platz 3 landeten.

Einen Zuwachs gab es auch bei der FDP, die auf 10,5 Prozent kam (plus 1,2 Prozentpunkte). Die AfD kam auf 7,4 Prozent (minus 1,7), die Linke erreichte 3,3 (minus 3,7) Prozent. Die Wahlbeteiligung fiel mit 74,8 Prozent etwas geringer aus als 2017, wo sie 76,4 Prozent betrug.

In Niedersachsen gab es außerdem Stichwahlen um 8 Landratsposten und 8 Oberbürgermeister-Posten in großen Städten. Im größten Ballungsraum des Landes, der Region Hannover, wurde der SPD-Politiker Steffen Krach neuer Regionspräsident. Er setzte sich mit 63,9 Prozent gegen Christine Karasch (CDU) durch, für die 36,1 Prozent stimmten. Krach löst Hauke Jagau (ebenfalls SPD) ab, der nach 15 Jahren nicht wieder antrat.

In Braunschweig gewinnt die SPD, in Lüneburg die Grünen

In Niedersachsens zweitgrößter Stadt Braunschweig gewann der SPD-Politiker Thorsten Kornblum die Oberbürgermeisterwahl. Er setzte sich mit 65,9 Prozent der Stimmen gegen den parteilosen Kandidaten Kaspar Haller durch, der 34,1 Prozent der Stimmen bekam. Haller wurde von der CDU, FDP und der Partei Volt unterstützt. Neue Oberbürgermeisterin von Osnabrück wird die CDU-Politikerin Katharina Pötter.

Unterdessen wird Lüneburg nach Hannover nun die zweite große Stadt in Niedersachsen mit einem grün geführten Rathaus. Die Grünen-Politikerin Claudia Kalisch setzte sich am Sonntag mit 55,5 Prozent der Stimmen gegen den parteilosen Kandidaten Heiko Meyer durch, der 44,5 Prozent erhielt. Die Stadt mit mehr als 70.000 Einwohnern wurde in den vergangenen 30 Jahren von SPD-Politiker Ulrich Mädge regiert. Der Amtsinhaber trat aus Altersgründen nicht mehr an.

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