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SPD fordert mehr Kreisverkehre

Laut einem Antrag soll die Verwaltung drei Knotenpunkte in der Stadt überprüfen. Die Sozialdemokraten sehen mehrere Vorteile.

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Kreisverkehr statt Kreuzung: Die Sevelter Straße ist einer von drei Bereichen. Foto: Hermes

Kreisverkehr statt Kreuzung: Die Sevelter Straße ist einer von drei Bereichen. Foto: Hermes

An drei Knotenpunkten in der Stadt möchte die SPD-Fraktion Möglichkeiten für Kreisverkehre ausloten. Wie die Sozialdemokraten mitteilen, sollen die Kreuzungen Sevelter Straße/Fritz-Reuter-Straße, Emsteker Straße/Werner-Eckart-Ring/Lankumer Ring und Löninger Straße/Fritz-Reuter- Straße/Prozessionsweg überprüft werden.

Im Stadtgebiet gebe es zu Spitzenzeiten, aber auch teils außerhalb der Kernzeiten Verkehrsbelastungen, die zunehmend als problematisch erachtet würden. „Wer mittelfristig zu einer Optimierung des Verkehrsflusses beitragen möchte, muss daher das vorhandene Straßennetz effizienter nutzen“, betont die Fraktion.

Die von Teilen des Rates als Lösung angesehene Südtangente werde auf absehbare Zeit keine Lösung sein, so die Lokalpolitiker weiter. „Wer die Südtangente als mittel- oder gar kurzfristige Lösung verkauft, leugnet die Realitäten. Die juristische Auseinandersetzung ist hierzu derart komplex und kompliziert, sodass es sich noch lange hinziehen wird“, konstatiert SPD-Ratsherr Stefan Riesenbeck. Er verweist auf den bereits seit Jahren bestehenden Rechtsstreit zwischen Stadtverwaltung und Grundstückseigentümern. Man brauche eher realistische Ideen, die kurz- oder mittelfristig umgesetzt werden können.

"Unzufriedenehit sollte Antrieb sein"

"Die Unzufriedenheit der Verkehrsteilnehmenden sollte Antrieb genug sein. Wir sollten uns als Kleinstadt nicht mit dem Schneckentempo einer Großstadt zufrieden geben", so die Fraktion weiter. Ein positiver Effekt sei zudem, dass Autos im Kreisverkehr langsamer fahren als bei einer grünen Ampel.

"Studien haben gezeigt, dass die Kreisel zur Verkehrssicherheit beitragen", sagt Ratsherr Guido Röding. Ein Kreisverkehr biete deutlich weniger Konfliktpunkte. Eine normale vierarmige Kreuzung hat 32 mögliche Konfliktpunkte, bei einem Kreisel hingegen seien es nur acht.

Geringere Wartungskosten gegenüber Ampeln

Weitere Vorteile seien unter anderem eine überschaubarere Verkehrslage und eine bessere Wirtschaftlichkeit durch die verteilende Wirkung. Hinzu kämen geringere Wartungskosten gegenüber einer Ampellösung. Auch Radfahrer würden gestärkt, da sie nicht durch rote Ampeln in ihrer Fahrt beeinträchtigt würden.

"Es ist uns bekannt, dass manche Kreuzungsbereiche aufgrund des Platzbedarfs auf den ersten Blick nicht geeignet erscheinen. Das sollte aber eine Machbarkeitsprüfung nicht von vornherein ausschließen. Wir wollen auch die Förderfähigkeit des Vorhabens geprüft wissen, um bei Bedarf notwendige Grundstücke hierfür erwerben zu können", so die Fraktion abschließend.

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