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#Sparsamkeit – Endlich hat Deutschland eine neue Regierung

Schon kurz nach Amtsantritt setzt das Kabinett Scholz Maßstäbe. Minister regieren aus Talkshows heraus und sparen sich beheizte Büros. Denn die Ampel weiß: Allein die Geste zählt!

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100 Tage – so viel Zeit wird einer neuen Regierung traditionell zugestanden, um die ersten Pflöcke einzuschlagen. 100 Tage hat die Ampel nicht. Nicht nur, weil sie mehr als 70 Tage nach der Wahl gebraucht hat, um Olaf Scholz ins Kanzleramt zu hieven. Damit ist ein Großteil der Schonzeit bereits verbraucht. Sondern vor allem, weil wir – Stichwort: Corona – mitten in einer Krise globalen Ausmaßes sind. 

Und da schlägt die Regierung doch tatsächlich gleich erste Pflöcke ein. Wir können dankbar sein für eine wahrhaft sparsame und umsichtige Führerschaft!

Angefangen mit der Ernennung von Karl Lauterbach zum Gesundheitsminister. Das ist ein genialer Schachzug, so spart sich die Ampel gleich ein ganzes Ministerbüro. Immerhin lebt, arbeitet und wirkt Lauterbach bekannterweise in und durch Talkshows – wofür braucht er da noch einen eigenen Schreibtisch?

Hat jemand ein Häuschen fürs Bauministerium über?

Das wiederum kommt Klara Geywitz zugute, der neuen Bauministerin. Weil es ihr Ressort seit 1998 nicht mehr als eigenständiges Ministerium gab, ist das Haus fürs Häuserbauen jetzt auf Wohnungssuche. Hat jemand noch ein Oberstübchen frei für eine Oberste Bundesbehörde? Wer weiß, vielleicht wird Geywitz in Berlin-Marzahn fündig, dort soll es Immobilien geben, die groß genug für ein Ministerium sein könnten. 

Sparsamkeit im Übrigen auch im Netz: Um das knapp werdende Internet zu schonen, verzichtet das Bauministerium bisher auf eine eigene Internetpräsenz. Sein digitales Zuhause ist noch beim Innenministerium, das bisher den Bau betreut (also: vernachlässigt) hat. Dafür hat es sich unter Horst Seehofer für die Bewahrung der Heimat engagiert. Weil Politik alles regeln kann.

"Und dann Annalena Baerbock. Die reiste zwar per Flugzeug nach Paris (Flugscham!), nutzte für die Weiterreise nach Brüssel aber den Zug." Philipp Ebert

Und dann Annalena Baerbock. Die reiste zwar per Flugzeug nach Paris (Flugscham!), nutzte für die Weiterreise nach Brüssel aber den Zug. Vorbildlicher Umgang mit Steuergeldern und tolles Engagement für den Klimaschutz! Ob ihr in Paris gestrandetes Flugzeug dann klimaschützend leer nach Deutschland flog oder leer – und damit verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit – Baerbock hinterher nach Brüssel flog, bleibt einstweilen unklar. Wir aber freuen uns über die symbolische Geste, denn die ist wichtiger als Ergebnisse.

Apropros "wichtiger als Ergebnisse": Die Annalena kommt ja aus dem Völkerrecht, weil sie in London ein Jahr lang selbiges studierte. Ich habe einen vergleichbaren Abschluss aus Nottingham und reklamiere daher, spätestens mit 43 Jahren UN-Generalsekretär zu werden. Headhunter aufgepasst!

Damit kommen wir zu Cem Özdemir, dem eigentlichen Außenminister der Herzen. Für ihn blieb nur das Landwirtschaftsministerium. Dafür weiß er, dass man für die kurzen Wege im Berliner Regierungsviertel auch ein Rad nutzen kann. Das haben die vielen verschiedenen Minister für Klima und Umwelt nicht gewusst. Nur gut, dass sie den teuren Sprit nicht selbst zahlen müssen.


Zur Person:

  • Philipp Ebert ist Redakteur der OM-Medien.
  • Den Autor erreichen Sie unter: redaktion@om-medien.de

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