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So soll der neue Dinklager Bauhof aussehen

Bis Mitte 2023 sollen die Arbeiten erledigt sein. Die Baukosten werden voraussichtlich eine halbe Million Euro teuer als ursprünglich einmal geplant.

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Mehr Gebäude und viel mehr Platz: So soll der neue Bauhof an der Sanderstraße und neben dem Feuerwehrhaus einmal aussehen. Visualisierung: Petter – Latal Architekten (PLA)

Mehr Gebäude und viel mehr Platz: So soll der neue Bauhof an der Sanderstraße und neben dem Feuerwehrhaus einmal aussehen. Visualisierung: Petter – Latal Architekten (PLA)

Seit vielen Jahren wurde in Dinklage über einen neuen Standort für einen Bauhof am Höner Kirchweg diskutiert. Jetzt sind die Arbeiten für den neuen Sitz direkt neben dem Feuerwehrhaus gestartet. Die Erdarbeiten sind abgeschlossen, in Kürze sollen die Rohbauarbeiten durch die Firma Schlarmann beginnen, teilte die Verwaltung mit. Der neue Bauhof soll nach den derzeitigen Planungen Mitte des Jahres 2023 fertiggestellt sein – also ein halbes Jahr später als ursprünglich einmal geplant. Die Kosten für das erste von vier gestarteten finanziellen Großprojekten (neben dem Freibad, der Kita in der Wiek und der Kardinal-von-Galen-Halle) beziffert Bürgermeister Carl Heinz Putthoff auf voraussichtlich 3,1 Millionen Euro.

Auf dem rund 10.400 Quadratmeter großen Grundstück entstehen neben einem Verwaltungsgebäude mit Sozialräumen auch eine Werkstatt mit einer Waschhalle sowie eine Fahrzeughalle und eine Remise. Insgesamt betragen die Nutzflächen der Gebäude rund 1300 Quadratmeter. Verwaltungstrakt und Werkstatt sollen zukünftig durch zwei Luft-/Wasser-Wärmepumpen beheizt werden. Darüber hinaus sind auch eine Photovoltaikanlage, ein Gründach sowie eine Regenwasserzisterne geplant, teilte die Stadt Dinklage mit. Bis zu 13 Mitarbeiter sollen im neuen Bauhof Platz haben. Durch die neuen Waschräume können auch Frauen eingestellt werden. Das ist am jetzigen Standort am Höner Kirchweg nicht möglich.

Neues Gebäude ersetzt Standort am Höhner Kirchweg

Wie das Bauamt der Stadt Dinklage mitteilte, wurden seit Ende Januar bislang insgesamt 13 Gewerke ausgeschrieben. Weitere sechs Gewerke folgen zu einem späteren Zeitpunkt. „Die aktuell angespannte Lage mit dem Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Preissteigerungen wirken sich auch auf den Neubau des Dinklager Bauhofs aus“, sagt Bürgermeister Carl Heinz Putthoff. „Auch die Lieferengpässe bei Baustoffen zeigen Wirkung, so dass die Gesamtbaukosten zwangsläufig steigen“, ergänzt Sven Friedrich, der federführend für die Ausführung des Neubaus bei der Stadt Dinklage zuständig ist.

Freuen sich über den Start des Großprojekts (von links): Ingenieur Georg Lamping (Frilling + Rolfs), Bauhofvorarbeiter Helmut Schwarte, Ingenieur Frank Pjede (ENERPE), Architekt Sebastian Latal (PLA Petter & Latal), Sven Friedrich (Stadt Dinklage), Bauhofmitarbeiter Ralf Blömer, Bürgermeister Carl Heinz Putthoff und Anne Miosga (Stadt Dinklage).    Foto: Stadt Dinklage  WestermannFreuen sich über den Start des Großprojekts (von links): Ingenieur Georg Lamping (Frilling + Rolfs), Bauhofvorarbeiter Helmut Schwarte, Ingenieur Frank Pjede (ENERPE), Architekt Sebastian Latal (PLA Petter & Latal), Sven Friedrich (Stadt Dinklage), Bauhofmitarbeiter Ralf Blömer, Bürgermeister Carl Heinz Putthoff und Anne Miosga (Stadt Dinklage).    Foto: Stadt Dinklage / Westermann

Ursprünglich hatte die Stadt Dinklage beim endgültigen Ratsvotum im Dezember 2020 mit 2,55 Millionen Euro Kosten kalkuliert. Auch damals hatten sich schon Preissteigerungen bemerkbar gemacht. Zur Erinnerung: Bei den allerersten Diskussionen ging die Politik noch mit Kosten von unter 1 Million Euro ausgegangen (in einer allerdings auch kleineren Variante) aus, dann von rund 1,5 Millionen Euro. Jetzt werden es wohl mehr als 3 Millionen Euro sein. Aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (Nichtwohngebäude) der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für das Effizienzgebäude 55 erwartet die Stadt einen Zuschuss von 230.000 Euro.

Dass ein Neubau des Bauhofs längst überfällig sei, darüber waren sich Verwaltung und Politik stets einig. Das neue Gebäude ersetzt den Standort am Höner Kirchweg, der in vielerlei Hinsicht nicht mehr selbst geringsten Ansprüchen entspricht, wie auch der Gemeindeunfallversicherungsverband wiederholt monierte. "Den Bauhof haben wir schön kaputtgespart", meinte SPD-Politiker Matthias Windhaus einmal süffisant.

Verschiedene Büros sind beim Neubau beteiligt

Denn der Bauhof an seinem 1986 errichteten Standort ist zu alt und zu klein, die sanitären Anlagen sind in keinem guten Zustand. Dazu herrscht auf dem Grundstück bisweilen Verkehrschaos, wenn die Dinklager dort ihren Grünabfall auf der Wertstoffsammelstelle entsorgen. Was auf der bisherigen Bauhof-Fläche passiert, steht noch nicht fest.

Mit dem Neubau des Bauhofs sind neben der Stadt Dinklage verschiedene Ingenieurbüros beteiligt. Das Büro PLA Petter & Latal Architekten aus Vechta hat die Objektplanung, Bauleitung und die SIGE Koordination übernommen. Das Büro Frilling + Rolfs aus Vechta beschäftigt sich mit der Tragwerk- und Tiefbauplanung sowie mit dem Entwässerungskonzept. Das Büro ENERPE aus Lohne ist für die Planung der technischen Gebäudeausstattung wie Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrotechnik sowie die Energieberatung zuständig. Und die Brandschutzplanung stammt vom Büro Stephanie Rolfes aus Vechta.

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