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So lief der Wahlkampfendspurt mit Kanzler Scholz in Niedersachsen

Umfragen sehen die SPD vor der CDU. Bei einer anderen Partei dürfte es spannend werden, ob ihnen der Einzug ins Landesparlament gelingt. Zur Unterstützung reist die Polit-Prominenz an.

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht auf einer Abschlusskundgebung seiner Partei vor der Marktkirche in der Innenstadt von Hannover. Foto: dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht auf einer Abschlusskundgebung seiner Partei vor der Marktkirche in der Innenstadt von Hannover. Foto: dpa

Gemeinsam mit Bundeskanzler Olaf Scholz hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (beide SPD) einen Tag vor der Landtagswahl um Wählerstimmen geworben. Zu dem Wahlkampfabschluss in Hannover kamen am Samstagnachmittag mehrere hundert Menschen. Weil äußerte Optimismus, dass die Sozialdemokraten am Sonntag stärkste Kraft in dem Bundesland werden.

In Umfragen liegt die SPD mehrere Prozentpunkte vor der CDU. Beide Parteien regieren derzeit noch gemeinsam. Weil strebt eine dritte Amtszeit an, allerdings bevorzugt er ein Bündnis mit den Grünen, wie schon von 2013 bis 2017. Eine solche Konstellation kann Umfragen zufolge auf eine Mehrheit hoffen.

Weils CDU-Herausforderer Bernd Althusmann wirbt in Hannover ebenfalls noch mal um Stimmen, bevor am Sonntag der niedersächsische Landtag neu gewählt wird.

Die Energiekrise und die hohe Inflation prägten den Wahlkampf in Niedersachsen

Die Energiekrise und die hohe Inflation waren die bestimmenden Themen im Wahlkampf – landespolitische Aspekte spielten nur eine untergeordnete Rolle. Dabei hätte es mit fehlenden Lehrern und Erziehern oder dem Umbau der Landwirtschaft in dem Agrarland durchaus wichtige Themen gegeben.

Am Freitag kam bereits reichlich Polit-Prominenz nach Niedersachsen, um die jeweiligen Landesparteien im Wahlkampfendspurt zu unterstützen – unter anderem CDU-Chef Friedrich Merz, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sowie Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner.

Wahlkampfendspurt: CDU-Chef Friedrich Merz mit CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann am Freitag in Hannover. Foto: dpaWahlkampfendspurt: CDU-Chef Friedrich Merz mit CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann am Freitag in Hannover. Foto: dpa

Die Liberalen müssen um den Einzug in den Landtag bangen – Umfragen sehen die FDP seit einiger Zeit bei 5 Prozent. Sollte die CDU ihren Rückstand zur SPD noch aufholen, könnte es für sie die dritte gewonnene Landtagswahl in Serie werden nach Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen im Frühjahr. Das würde CDU-Chef Friedrich Merz weiteren Rückenwind geben. Sollte die FDP den Einzug in das Landesparlament verpassen, gäbe es vermutlich auch Auswirkungen auf die Ampel-Koalition im Bund.

Weil ist seit Anfang 2013 Regierungschef in Hannover. Im Falle einer Wiederwahl könnte er den Rekord von Ernst Albrecht (CDU) als Ministerpräsident mit der längsten Amtszeit in Niedersachsen brechen - dieser führte von 1976 bis 1990 die Landesregierung. Die Wahlperiode des Landtags dauert fünf Jahre.

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