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So könnte der neue Dinklager Bauhof aussehen

Der neue Standort neben dem Feuerwehrhaus steht fest. Die Kosten betragen nach dem ersten Entwurf 2,68 Millionen Euro. Jetzt soll gespart werden.

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Vier Gebäude und viel Platz: Dies würde der neue Bauhof (Blickrichtung Sanderstraße) nach dem aktuellen Entwurf bieten. Grafik: Staats und Petter

Vier Gebäude und viel Platz: Dies würde der neue Bauhof (Blickrichtung Sanderstraße) nach dem aktuellen Entwurf bieten. Grafik: Staats und Petter

Der Dinklager Bauhof am Höner Kirchweg ist alt und zu klein, die sanitären Anlagen sind in keinem guten Zustand. Dazu herrscht auf dem Grundstück bisweilen Verkehrschaos, wenn die Dinklager dort ihren Grünabfall auf der Wertstoffsammelstelle entsorgen. Kurzum: „In seiner jetzigen Form entspricht der Baubetriebshof nicht mehr den aktuellen baulichen Anforderungen an einen kommunalen Baubetriebshof“, wie die Verwaltung es ausdrückt. Der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Oldenburg spricht gar von „verschiedenen gravierenden Mängeln“.

Dass die Stadt Dinklage einen neuen Bauhof an einem anderen  Standort bauen soll, das hat die Politik bereits entschieden und zweimal auch entsprechende Mittel in Höhe von insgesamt 1,48 Millionen Euro in den Haushalt einkalkuliert. Die Planungen für den neuen Bauhof haben in der jüngsten Zeit an Fahrt aufgenommen. Fest steht: Der Bauhof wird, sofern die Politik ihr Okay gibt, direkt neben und hinter dem Feuerwehrhaus gebaut. Also an der Sanderstraße und auch am Alten Mühlenweg. Die Stadt Dinklage hat eine Fläche von 10.400 Quadratmetern im Mai dieses Jahres auf Basis des Erbbaurechts erworben.

Im Entwurf sind vier Gebäude geplant

Wie der neue Bauhof aussehen könnte, das stellte Sebastian Latal vom Lohner Ingenieurbüro Staats und Petter den Mitgliedern des Bauausschusses jetzt vor. Geplant sind vier Gebäude: ein großer Verwaltungstrakt, eine Fahrzeughalle, eine Remise und ein weiteres Gebäude für Werkstatt, Fahrzeugbox und Waschhalle. Der neue Standort werde den zukünftigen Entwicklungen des Bauhofes mit Blick auf Mitarbeiteranzahl und Platzbedarf gerecht, ergänzte Sven Friedrich vom Bauamt der Stadt. Erweiterungen sind dank der Winkelform des Grundstücks möglich. Die Erschließung ist auch über beide Straßen denkbar.

Der neue Standort: Direkt neben und hinter dem Feuerwehrhaus soll der neue Bauhof gebaut werden. Foto: BöckmannDer neue Standort: Direkt neben und hinter dem Feuerwehrhaus soll der neue Bauhof gebaut werden. Foto: Böckmann

Bürgermeister Frank Bittner erklärte: „Wir wollen den Bauhof zukunftsweisend und perspektivisch aufstellen.“ Das heißt: Die Mitarbeiter sollen eine deutlich bessere Infrastruktur vorfinden – für die Arbeit selbst, aber auch bei den sanitären Anlagen. Aktuell sind im Bauhof 8 Mitarbeiter beschäftigt. Angesichts der steigenden Dinklager Einwohnerzahlen könnte das Personal aber auch bald aufgestockt werden. Bis zu 13 Mitarbeiter sollen im neuen Bauhof Platz haben – durch die neuen Waschräume können auch Frauen eingestellt werden. 

Der Entwurf wurde von der Politik grundsätzlich positiv aufgenommen. Der Haken, vor allem aus Sicht der CDU, waren die Kosten, weshalb der Bauausschuss auch noch keine Beschlussempfehlung aussprach. Das Ingenieurbüro bezifferte das Investitionsvolumen auf 2,689 Millionen Euro brutto. Joe Behrens (CDU) nannte die Kostensteigerung im Vergleich zu vorherigen bekannten Zahlen „recht heftig“. Zuerst sei man von Kosten von unter einer Million Euro ausgegangen, dann von rund 1,5 Millionen Euro, jetzt seien es plötzlich 2,6 Millionen Euro. Es waren Zahlen, die auch Markus Blömer (SPD) ein wenig irritierten.

Viel Geld fließt in Boden und Pflasterung

Dazu klärte Bauamtsmitarbeiter Sven Friedrich auf: Auf dem zuerst angedachten Grundstück mit einer Größe von 4.100 Quadratmetern hätte der Bauhof, so wie er jetzt gebaut werden soll, „niemals stehen können“. Aufgrund der Winkelform des  Wunsch-Areals werde nun viel Geld in Boden und Pflasterung investiert werden müssen. Behrens' Frage nach möglichen Einsparmöglichkeiten nannte Latal „schwierig“ zu beantworten. Zwar könne der Verwaltungstrakt kleiner werden; auch bei den sanitären Anlagen seien Änderungen denkbar. Millionen ließen sich so aber nicht sparen. Die Summe würde sich womöglich nur um einige Zehntausende Euro verringern, schätzte Latal.

Uli Heitmann (Bürgerforum) fand grundsätzlich: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Gewisse Standards müssten bei den Gebäuden eben auch eingehalten werden. Auch Susanne Witteriede (SPD) meinte: „Wenn man einen neuen Bauhof baut, sollte er auch eine Verbesserung im Vergleich zum alten bringen.“

Das Thema wurde schließlich ohne Empfehlung zurück in die Fraktionen verwiesen. Das Ingenieurbüro soll den Politikern gleichzeitig eine etwas abgespeckte Version des Bürogebäudes ausarbeiten. Das Thema kommt dann spätestens zu den Haushaltsberatungen wieder auf den Tisch. Die Wertstoffsammelstelle wandert übrigens nicht mit zum neuen Standort. Für sie soll in Absprache mit der Abfallwirtschaftsgesellschaft ebenfalls eine neue Fläche gesucht werden, erklärte Bittner.

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