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Situation in Kindergärten bereitet Politikern Kopfschmerzen

Der Sozialausschuss befasste sich mit den Belegungszahlen in den fünf Kindertagesstätten in Neuenkirchen-Vörden. Die räumliche Situation und der Mangel an qualifiziertem Fachpersonal bereiten Sorgen.

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Mehr Platz ab Ende 2022: Die Kindertagesstätte St. Elisabeth in Vörden erhält Räume für eine weitere Regelgruppe. Die Fertigstellung ist in etwa zwölf Monaten geplant. Foto: Oevermann

Mehr Platz ab Ende 2022: Die Kindertagesstätte St. Elisabeth in Vörden erhält Räume für eine weitere Regelgruppe. Die Fertigstellung ist in etwa zwölf Monaten geplant. Foto: Oevermann

"Vieles ist momentan echt eine Gratwanderung", sagte die Leiterin der Neuenkirchener Kindertagesstätte Sonnenland, Heike Bornhorst, bei der Sitzung des Sozialausschusses im Rathaus. Bürgermeister Ansgar Brockmann stellte dort die aktuellen Belegungszahlen der Kindertagesstätten in Neuenkirchen-Vörden vor.

Nicht nur die räumliche Situation bereitet der Kommunalpolitik einige Kopfschmerzen. Noch dringender als die Frage nach Räumen ist nach Worten Brockmanns der Mangel an qualifiziertem Fachpersonal: "Darüber machen wir uns momentan sogar noch mehr Sorgen." Aber auch die räumliche Situation bleibt weiterhin angespannt.

Belegungszahlen werdern weiterhin steigen

Die Belegungszahlen der fünf Kindertagesstätten in der Gemeinde werden aus Sicht der Verwaltung weiter steigen. Das geben die Zahlen des Einwohnermeldeamts her. Seit 2018 werden im jeden Jahr in Neuenkirchen-Vörden mehr als 100 Kinder geboren. 2018 waren es 120, 2019 130 sowie 2020 116 Kinder. In diesem Jahr wird mit 124 Geburten gerechnet.

Aktuell sind bei den 0- bis 3-Jährigen im Krippenbereich fünf freie Plätze im Ortsteil Neuenkirchen zu verzeichnen, in Vörden sind hier alle Plätze belegt. Im Regelbereich bei den 3- bis 6-Jährigen stellt sich die Situation nach Angaben der Verwaltung dank der neuen Vördener Kindertagesstätte St. Christophorus und einer zeitlich befristeten ungenutzten Krippengruppe in der Neuenkirchener Kindertagesstätte Sonnenland noch etwas entspannter dar. Es gibt 19 freie Plätze, 16 davon in Vörden.

Neues Kitagesetz erschwert Arbeit der Großtagespflegestellen

Bei den vier Großtagespflegestellen in der Gemeinde sei zurzeit jedoch eine Überbelegung bemerkbar. 46 Kinder bei 40 genehmigten Betreuungsplätzen sind hier zum 18. November angemeldet gewesen. Zudem erschwert nach Worten des Sozialamtsleiters Martin Wiewerich das neue niedersächsische Kitagesetz die Arbeit von Großtagespflegestellen: "Sie machen sich große Sorgen, ob das Modell zukünftig überhaupt noch wirtschaftlich ist."

Zudem gab Bürgermeister Ansgar Brockmann einen Sachstandsbericht zu der geplanten Erweiterung der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Vörden ab. Die Räume für eine neue Regelgruppe sollen bis Ende 2022 fertiggestellt sein. Die Kosten schätzte Brockmann auf rund 600.000 Euro. Auf Landesmittel müsse die Gemeinde dabei jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach verzichten.

Rohe: Mehr als zwei Millionen Euro jährlich für Erhalt der Kindergärten

Karlheinz Rohe (CDU) merkte in diesem Zusammenhang den erheblichen finanziellen Aufwand an, welchen die Gemeinde jährlich zu bewerkstelligen habe. "Jedes Jahr gibt die Gemeinde mehr als 2 Millionen Euro bloß für die reine Erhaltung unserer Kindergärten aus", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende. Bauliche Erweiterungsmaßnahmen und weitere zu erfüllende Vorgaben kämen dazu noch oben drauf.

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