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Seenotretter sind die stillen Helden

Thema: Tag der Seenotretter am Sonntag – Sie erhalten keine staatlichen Finanzmittel, aber sind da, wo Menschen in Gefahr geraten. Es gilt, die Arbeit der DGzRS zu würdigen.

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Wer regelmäßig an den Küsten von Nord- und Ostsee unterwegs ist, sieht sie in den Häfen liegen: die weiß-signalrot lackierten Schiffe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Und wenn sie dort anzutreffen sind, ist dies in zweierlei Hinsicht ein gutes Zeichen: Zum einen ist offensichtlich gerade kein Einsatz zu fahren, zum anderen ist es schlichtweg gut, zu wissen, dass sie da sind.

Am Sonntag öffnen die rund 180 Festangestellten und 800 Freiwilligen wieder zum traditionellen „Tag der Seenotretter“ ihre Stationen an den Küsten für interessierte Besucher, bieten Führungen an, bitten auf die Decks ihrer Schiffe und absolvieren Übungen.

Das Besondere an dieser Organisation: Die Seenotretter kooperieren zwar mit staatlichen Stellen wie Marine, Wasserschutzpolizei oder Zoll, erhalten gleichzeitig aber keinerlei Geld vom Staat – ein Sonderfall in Deutschland. Und zwar einer, der nicht hoch genug geschätzt und unterstützt werden kann, finanzieren sich die Retter doch rein über Spenden.

DGzRS leistet 3500 Menschen im Jahr 2021 Hilfe

61 Menschen hat die DGzRS im vergangenen Jahr an Nord- und Ostsee aus Seenot gerettet, rund 3500 Menschen leisteten die Einsatzkräfte Hilfe. Dass jeder Einzelne von uns früher oder später einmal hier oder dort zu eben jenen Geretteten gehören könnte, soll gar nicht Ansporn zur Unterstützung sein. Es genügt allein die Erkenntnis, dass dort Menschen tätig sind, die sich selbst in Gefahr begeben, um ihren Mitmenschen zu helfen. Und all das tun sie ohne viel Aufhebens, ohne bombastische Werbekampagnen und Fernsehauftritte.

Ein Fußballer bekommt Applaus – was hätten im Vergleich die Seenotretter verdient?! Denken wir daran, wenn wir das nächste Mal ihre Spendenschiffchen in öffentlichen Einrichtungen stehen sehen! In diesem Sinne: Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel – und wo sie einmal fehlt: Danke an die stillen Helden in Rot!

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