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Sebastian Gehrold möchte Bürgermeister in Steinfeld werden

CDU, SPD und UWG haben sich auf den in Vechta aufgewachsenen 49-Jährigen als gemeinsamen Kandidaten verständigt. Der Regierungsdirektor arbeitet seit rund 20 Jahren in der politischen Verwaltung.

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Wer wird neuer Bürgermeister in Steinfeld? Diese Frage wird im Oktober 2022 geklärt. Jetzt gibt es den ersten Kandidaten. Foto: Timphaus

Wer wird neuer Bürgermeister in Steinfeld? Diese Frage wird im Oktober 2022 geklärt. Jetzt gibt es den ersten Kandidaten. Foto: Timphaus

Sebastian Gehrold soll neuer Bürgermeister in Steinfeld werden. Den  in Vechta aufgewachsenen 49-Jährigen präsentierten CDU, SPD und UWG am Freitag als ihren gemeinsamen Kandidaten für die Wahl am 9. Oktober (Sonntag). Die im Rat vertretenen Parteien und Wählervereinigungen hatten bei der Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger für Bürgermeisterin Manuela Honkomp (parteilos) gemeinsam eine Ausschreibung für die Position des Hauptverwaltungsbeamten veröffentlicht. Gehrold, der als Regierungsdirektor in der Dienststelle der Beauftragten für Kultur und Medien in Berlin arbeitet, muss von den Mitgliedern von CDU, SPD und UWG am 2. Juni (Donnerstag) noch offiziell zum Kandidaten gekürt werden.

"Steinfeld ist eine tolle und gesunde Gemeinde, in der man bestimmt sehr gut arbeiten kann",  begründete Sebastian Gehrold seine Bewerbung als Bürgermeister-Kandidat. Er findet, dass die Fraktionen im Gemeinderat gut miteinander zusammenarbeiten. "Das macht es dann auch für den Bürgermeister etwas einfacher." Als Bürgermeister-Kandidat müsse er sich mit den speziellen Steinfelder Themen natürlich noch vertraut machen. Seine Ziele? "Steinfeld soll weiter eine lebenswerte Gemeinde sein." Dabei sollen die Bürger und die Gewerbetreibenden die Verwaltung als funktionierenden Dienstleister wahrnehmen. Wichtig für ein lebenswertes Steinfeld seien auch kulturelle Veranstaltungen.

Kandidaten sollten sich eigentlich in öffentlicher Versammlung vorstellen

Sebastian Gehrold zog es nach seinem Abitur 1992 am Kolleg St. Thomas zum Studium (Hauptfach: Geschichte, Nebenfächer: öffentliches Recht und Englisch) nach Freiburg, Bonn und Glasgow. Das CDU-Mitglied, das vor rund 20 Jahren Pressesprecher der Jungen Union war, arbeitete zunächst als selbstständiger Politikberater. Danach wechselte Sebastian Gehrold in die politische Verwaltung.

Möchte Bürgermeister in Steinfeld werden: Sebastian Gehrold. Foto: GehroldMöchte Bürgermeister in Steinfeld werden: Sebastian Gehrold. Foto: Gehrold

Der verheiratete Vater von drei Kindern im Alter zwischen 8 und 13 Jahren, dessen älterer Bruder der Ex-Europaabgeordnete Stefan Gehrold ist, arbeitete zunächst im brandenburgischen Innenministerium und Landtag. Dann wechselte Sebastian Gehrold nach Berlin, wo er auch schon im Bundeskanzleramt und für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion tätig war. Jetzt ist Kultur-Staatsministerin Claudia Roth seine Chefin.

Auf die Ausschreibung für einen Bürgermeister-Kandidaten in Steinfeld waren nach Angaben des früheren Ratsvorsitzenden Michael Bavendiek, der als unabhängiger Koordinator des Bewerbungsverfahrens fungierte, acht Bewerbungen eingegangen. Drei Bewerber erfüllten das Profil eines juristischen oder Verwaltungshintergrundes nicht. Dies hatten CDU, SPD und UWG als Anforderung festgelegt.

Das verbliebene Quintett – jeweils Männer zwischen 35 und 55 Jahren mit Wurzeln im nordwestdeutschen Raum – stellten sich dann in persönliche Gesprächen der achtköpfigen Wahlkommission vor. Danach schieden zwei weitere Bewerber aus. Die verbliebenden drei Kandidaten sollten sich dann in einer öffentlichen Versammlung den Steinfeldern präsentieren. Dazu kommt es jetzt jedoch nicht mehr.

Von acht Kandidaten blieb schnell nur Sebastian Gehrold übrig

Warum? Laut Michael Bavendiek sagte ein Bewerber aus beruflichen Gründen wieder ab. Ein anderer befindet sich bereits in einer anderen Kommune im Bürgermeister-Wahlkampf. Somit blieb noch Sebastian Gehrold über. "Wir haben einen tollen Kandidaten gefunden", sagte Michael Bavendiek, der die fairen-konstruktiven Gespräche zwischen CDU, SPD und UWG lobte.

Die Suche nach einem Bürgermeisterkandidaten für Steinfeld ist notwendig, weil Amtsinhaberin Manuela Honkomp kurz vor Weihnachten 2021 angekündigt hatte, nicht für eine 3. Amtszeit kandidieren zu wollen. Die 58-Jährige war 2006 zur ersten hauptamtlichen Bürgermeisterin im Oldenburger Münsterland gewählt worden. 2014 wurde sie wiedergewählt. Ihre aktuelle Amtszeit endet am 30. September 2022.

Die Bürgermeisterwahl in Steinfeld findet am 9. Oktober parallel zur Landtagswahl statt. Sollte es eine Stichwahl geben, so findet diese 14 Tage später, am 23. Oktober, statt. Wahlvorschläge werden bis zum 22. August, 18 Uhr, im Rathaus angenommen. Für eine Einzelkandidatur sind nach Angaben des Ersten Gemeinderates Oliver Netzband mindestens 115 Unterschriften notwendig.

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