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Schulgründer sind Namenspaten für neue Dammer Straßen

Der Stadtrat wollte den Wünschen der neuen Grundstückseigentümer im neuen Baugebiet "Westlich der Bahn" nicht folgen. Die hatten sich Namen wie "Am alten Sportplatz" gewünscht.

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Schon lange politisch aktiv: Bürgermeister Mike Otte gratulierte Natalie Schwarz, die seit 10 Jahren im Dammer Rat mitarbeitet und vorher im Steinfelder Rat tätig war. Foto: Lammert

Schon lange politisch aktiv: Bürgermeister Mike Otte gratulierte Natalie Schwarz, die seit 10 Jahren im Dammer Rat mitarbeitet und vorher im Steinfelder Rat tätig war. Foto: Lammert

Es ist amtlich: Die Namen der Straßen im neuen Wohngebiet "Westlich der Bahn", das die Volksbank Dammer Berge vermarktet, werden nach Dammer Schulgründern wie dem ersten Oberstudiendirektor des Gymnasiums, Heinrich Holtvogt, benannt.

Das hat der Stadtrat bei seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen. Geschlossen votierte die fünfköpfige Fraktion Die Grünen/SPD gegen den Vorschlag.

Lange Diskussion endet mit Ratsbeschluss

Damit endete eine längere Diskussion. Gleich zweimal hatte der Rat in diesem Jahr die neuen Grundstückseigentümer im neuen Baugebiet um deren Meinung zu den Schulgründernamen befragt. In beiden Fällen sprach sich eine große Mehrheit dagegen aus. Sie präferierte Namen wie "Westlich der Bahn" und "Am alten Sportplatz".

Bei der Ratssitzung verteidigte Wolfgang Friemerding von der FDP-Fraktion seinen Vorschlag, die Straßen trotzdem nach den Schulgründern zu benennen. Unter anderem verwies er erneut darauf, dass es in Damme keine einzige Straße gibt, die nach einer örtlichen Persönlichkeit benannt ist.

Zudem böten sich die Straßen in diesem Baugebiet für Schulgründer an, weil es nahe des Schulzentrums liegt. Weiterhin sei der Aspekt der Stimmigkeit zu beachten. Das sei der Fall, wenn die Straßen zum Beispiel nach Schulgründern benannt seien. Er verwies in dem Zusammenhang auf Damme-West, wo Blumen die Namenspatinnen sind.

Thamann will Anwohnerwünsche berücksichtigt wissen

Grundsätzlich stimmten Florian Thamann, Vorsitzender der Fraktion Die Grünen/SPD, und Hanne Hillemann, ebenfalls Grüne, dem Friemerding-Vorschlag zu. Aber: Die Politik habe die Grundstückseigentümer befragt. Nun gelte es, deren Wünsche zu beachten und umzusetzen. Der Fehler liege in der Vergangenheit. Der alte Rat hätte die Angelegenheit entscheiden müssen.

Das sah Frank Hörnschemeyer, der CDU-Fraktionsvorsitzende, anders. Die Vergabe von Straßennamen sei eine Aufgabe des Rates. Die Grundstückseigentümer hätten keinen Anspruch darauf, dass ihre Vorschläge umgesetzt werden. Im Übrigen passe der Friemerding-Vorschlag in der Tat gut wegen der Nähe des Schulzentrums.

Einstimmig haben die Politiker beschlossen, die 345.000 Euro, die die Stadt aus dem "Sofortprogramm Perspektive Innenstadt" des Landes erhält, für die Attraktivitätssteigerung des St.-Viktor-Kirchplatzes sowie für die Schaffung neuer Spiel- und Aufenthaltsbereiche in der Innenstadt zu verwenden.

Kirchplatz ist Dammes zentraler Platz

Der Kirchplatz sei der zentrale Platz in Damme, erklärte Frank Hörnschemeyer. Heiko Bertelt, Chef der FDP-Fraktion, bezeichnete das Programm als "eine schön gedachte Sache". Die Krux sei aber, dass alles bis zum 31. März 2023 komplett abgeschlossen sein muss. Deswegen seien keine Maßnahmen umsetzbar, die ein Bauleitverfahren erfordern.

Die Stadt wird auch im kommenden Jahr 50.000 Euro für die Erprobung der Schnellbuslinie 585 von Damme nach Osnabrück und zurück zur Verfügung stellen. Der Rat befürwortete eine Verlängerung der Testphase, weil es wegen der Corona-Pandemie in diesem und im vergangenen Jahr noch keine aussagekräftigen Fahrgastzahlen gibt.

CDU-Ratsherr Lukas Runnebaum bezeichnete die Buslinie als einen deutlichen Mehrgewinn für Damme. Heiko Bertelt forderte die Politiker auf, viel Werbung für die Buslinie zu machen. Sie müsse sich bewähren, damit weiter Fördermittel fließen. Das gehe aber nicht ohne ein entsprechendes Fahrgastaufkommen.

Weg für neuen Famila-Markt ist fast frei

Beschlossen hat der Rat den Bebauungsplan "Im Hofe-Ost" und die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes. Damit ist, wenn der Landkreis zustimmt, der Weg für den Bau des neuen Famila-Gebäudes frei.

Ebenfalls durchgewunken haben die Politiker die Änderung des Flächennutzungsplanes "Vördener Straße". Nun kann der Netto-Markt vergrößert werden.

Bewilligt hat der Rat darüber hinaus aus Mitteln der Stiftung Windpark Borringhauser Moor eine Summe von 925 Euro, mit der die Dorfgemeinschaft Osterfeine eine Wildkrautbürste erwerben möchte. 1000 Euro fließen an die Grundschule in Rüschendorf für eine Zirkusprojektwoche.

Auftrag für Umbau der Rathaus-Treppenanlage ist erteilt

Bürgermeister Mike Otte (CDU) ehrte die Ratsfrau Natalie Schwarz für die 15-jährige Mitarbeit in zwei Räten. 10 Jahre entfallen davon auf den Dammer Stadtrat, 5 Jahre auf den Steinfelder Gemeinderat.

Zudem teilte er mit, dass sich die Stadt mit anteilig 9800 Euro pro Jahr zwischen 2022 und 2024 an den Personalkosten beteiligt, die dem Caritas-Sozialwerk für die allgemeine Sozialberatung im Südkreis entstehen. Ferner verwies der Christdemokrat auf einen Beschluss des Verwaltungsausschusses zur Neugestaltung der Treppenanlage vor dem Rathaus an der Seite zur Mühlenstraße. Der Ausschuss habe den Auftrag vergeben. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2022 beginnen.

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