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Schüler und Eltern offen für Notenverzicht an Schulen

Es sei eine gute Möglichkeit, Stress bei den Schülern zu reduzieren, so Malte Kern, Vorsitzender des Landesschülerrats. Der Vorsitzende des Landeselternrats begrüßt den Verzicht ebenfalls.

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Ein Lehrer steht im Unterricht an der Tafel. Foto: dpa/Murat

Ein Lehrer steht im Unterricht an der Tafel. Foto: dpa/Murat

Schülerinnen und Schüler sowie Eltern in Niedersachsen haben sich für das Vorhaben ausgesprochen, mehr Schulen den Verzicht auf die Benotung zu ermöglichen. "Es ist eine gute Möglichkeit, Stress bei den Schülern zu reduzieren", sagte der Vorsitzende des Landesschülerrats, Malte Kern, der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Dienstag). In der Schule gehe es in erster Linie darum, Dinge vermittelt zu bekommen. "Vergleichbarkeit zu schaffen ist zwar nötig, aber sollte nicht die höchste Priorität in der Schule sein", sagte er.

Auch Michael Guder, Vorsitzender des Landeselternrates, findet "Noten als reine Leistungsbewertung im Lernprozess, auch vor dem Hintergrund der Kompetenzschaffung, hinderlich". Die Gefahr des nicht nachhaltigen Lernens auf eine bestimmte Prüfung hin sei groß. Völlig auf Bewertungen zu verzichten, hält er aber für falsch.

"Klar ist, dass in den Prüfungsjahrgängen die Noten gebraucht werden."Julia Willie Hamburg (Grüne), Niedersachsens Kulturministerin

Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg hatte angekündigt, andere Formen der Benotung erleichtern zu wollen. "Viele Schulen machen die Erfahrung, dass den Schülerinnen und Schülern die Ziffernnote nicht hilft, weil sie nichts darüber sagt, was noch gelernt werden muss", sagte die Grünen-Politikerin Ende Dezember. Eine andere Form der Rückmeldung als mit den bekannten Noten von 1 bis 6 könne es auch den Eltern erleichtern, ihren Kindern zu helfen, sagte die Ministerin. "Klar ist, dass in den Prüfungsjahrgängen die Noten gebraucht werden."

Die Schülervertreter forderten eine grundsätzliche Veränderung des Bewertungssystems: Eine Möglichkeit für bessere Vergleichbarkeit sei, das Oberstufen-System mit 15 Punkten für alle Jahrgänge zum Standard zu machen.

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