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Schröder-Köpf hört als Migrationsbeauftragte auf

Nach 10 Jahren Ehrenamt ist Schluss. Im Frühjahr war Doris Schröder-Köpf vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine eine zu große Nähe zu Russland vorgeworfen worden.

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Doris Schröder-Köpf (SPD), Integrationsbeauftragte Niedersachsen, spricht. Foto: dpa/Frankenberg

Doris Schröder-Köpf (SPD), Integrationsbeauftragte Niedersachsen, spricht. Foto: dpa/Frankenberg

Niedersachsens Migrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf zieht sich nach fast 10 Jahren aus dem Ehrenamt zurück. Das teilte die Staatskanzlei in Hannover am Freitag mit. Die SPD-Politikerin erklärte, es sei ihr eine Ehre gewesen, Menschen mit Einwanderungs- oder Fluchtbiografie in Niedersachsen bestmöglich zu unterstützen und ihnen Gehör in der Landespolitik zu verschaffen.

Ministerpräsident Stephan Weil sagte, Schröder-Köpf habe das Amt mit "viel Herzblut" ausgefüllt. "Sie hat sowohl in der Flüchtlingskrise 2015/2016 und auch jetzt bei den vielen aus der Ukraine vertriebenen Menschen immer ein offenes Ohr gehabt und die Anliegen der Geflüchteten vertreten", sagte der Regierungschef. Bis zur Ernennung einer Nachfolge wird Schröder-Köpf das Amt kommissarisch führen.

Schröder-Kopf stand wegen zu große Russland-Nähe in der Kritik

Im Frühjahr war Schröder-Köpf vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine eine zu große Nähe zu Russland vorgeworfen worden. Sie distanzierte sich daraufhin von früheren Aussagen über Russlands Präsidenten Wladimir Putin. "Das Gesicht Putins, das wir heute sehen, war damals nicht erkennbar", sagte die Ex-Frau von Altkanzler Gerhard Schröder im März mit Blick auf ihre Begegnungen mit Putin. "Dieser Krieg gegen die Ukraine ist ein schwerwiegender Bruch des Völkerrechts, der durch nichts gerechtfertigt werden kann."

Bei der Landtagswahl im Oktober errang Schröder-Köpf in ihrem Wahlkreis Hannover-Döhren ein Direktmandat. Mitglied des Landtags ist sie bereits seit 2013.

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