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Schnüffler nehmen sich geplantes Baugebiet in Halen vor

Eine Rasterbegehung soll ein genaueres Ergebnis der Immissionen für die 14 Hektar große Fläche „Südlich Marienstraße“ liefern. 100 Grundstücke sind dort geplant.

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Landwirtschaftlich geprägt: Ein Teil des Bebauungsplanes ist als Dorfgebiet ausgewiesen. Dort sind höhere Geruchsbelastungen zulässig. Foto: Thomas Vorwerk

Landwirtschaftlich geprägt: Ein Teil des Bebauungsplanes ist als Dorfgebiet ausgewiesen. Dort sind höhere Geruchsbelastungen zulässig. Foto: Thomas Vorwerk

Verzögerungen gibt es im Planungsprozess für das neue Baugebiet „Südlich Marienstraße“ in Halen. Die Berechnungen der Geruchs­immissionen werden in Zweifel gezogen, weshalb nun ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben werden soll. Der Verwaltungsausschuss wird dafür in seiner nächsten Sitzung einen entsprechenden Beschluss zu fassen haben, wie Emsteks Bürgermeister Michael Fischer auf Nachfrage erklärte.

Sechs Monate werden die Untersuchungen dauern

Im Gegensatz zu den rechnerisch ermittelten Belastungen werden dafür „zertifizierte Nasen“, wie es Fischer nennt, vor Ort in regelmäßigen Abständen bei unterschiedlichen Wetterbedingungen in die Luft gereckt, um Gerüche zu erschnuppern. Etwa sechs Monate werden dafür veranschlagt.

Nötig wird das neue Gutachten, weil in das Rechenmodell lediglich drei aktiv genutzte Tierställe einbezogen wurden. Im Rahmen der öffentlichen Auslegung hatte es aber Hinweise auf weitere Tierbestände gegeben, die keine Berücksichtigung gefunden hätten.

„Die von den Bürgern genannten unberücksichtigten Tierhaltungsbetriebe sind hinsichtlich ihrer Immissionsrelevanz erneut geprüft worden. Diese Prüfung ist noch nicht abgeschlossen“, teilt die Gemeinde mit.

Unabhängig davon wird das Ergebnis der Immissionsprognose sich an den Resultaten der Beschnüffelung messen lassen müssen. „Eine Rasterbegehung erfasst die vorhandene Belastung mit bester Annäherung“, heißt es seitens der Verwaltung.

Gut 14 Hektar umfasst das neue Gebiet und könnte rund 100 Grundstücke ergeben. Ob gegebenenfalls auch nur Teile realisiert werden, dazu mochte man sich im Rathaus nicht äußern. Erst wenn das neue Gutachten vorliegt, könne eine Beurteilung erfolgen.

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