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Sanierung des Klinghamer Wegs stockt weiter

Eigentlich sollte schon im Sommer 2019 die Zufahrt zur Kardinal-von-Galen-Schule in Dinklage erneuert werden. Jetzt gibt es wieder einen neuen Ausbauvorschlag.

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Hier geht's rein: Die Kardinal-von-Galen-Schule Dinklage liegt am Klinghamer Weg. Foto: Böckmann

Hier geht's rein: Die Kardinal-von-Galen-Schule Dinklage liegt am Klinghamer Weg. Foto: Böckmann

Es ist nun fast ein Jahr her, da feierte die Kardinal-von-Galen-Schule Dinklage bei einem Tag der offenen Tür die erfolgreich abgeschlossene Sanierung der Bildungseinrichtung. 2,88 Millionen Euro kosteten der Umbau und die Neugestaltung der Innenhöfe. Die inzwischen 67 Jahre alte Grundschule ist für die Zukunft gut aufgestellt und sieht schick aus, keine Frage.  Das gilt für das Schulumfeld indes nicht. Im Gegenteil. Der Klinghamer Weg als Zufahrt zur Kardinal-von-Galen-Schule ist in einem ziemlich mäßigen Zustand. Gleiches gilt für die Von-Galen-Halle. Auch die Parkplatzsituation ist unbefriedigend. Eine klare Ordnung ist dort nicht erkennbar.

Die Politik hat deshalb in den vergangenen Jahren schon einige Male über die möglichen Umbauarbeiten debattiert und Geld im Haushalt eingeplant. Passiert ist bislang indes nichts. Warum eigentlich nicht? Das hat mehrere Gründe.  Zum einen, weil die Bauarbeiten möglichst nacheinander laufen sollten. Zum anderen, weil neue Lösungsvorschläge auf den Tisch kamen. Ein Überblick.

Wenn Eltern ihre Kinder zur Schule bringen, wird es eng

Der Klinghamer Weg ist schmal. Zu schmal. Zumindest für den Verkehr, der in der Woche zur Grundschule fährt. Jeden Morgen und Mittag wird es knapp, wenn Eltern ihre Kinder zur Schule bringen oder abholen. Deshalb kommt es dort immer wieder zu unübersichtlichen Situationen. Den Verkehr eindeutiger führen und fließen lassen, sicherer und übersichtlicher vor allem für die Schüler machen – das war das Ziel in den vergangenen Beratungen. Die Überlegung, bereits an der Einfahrt vom Burgesch eine Zone zum Aussteigen zu schaffen, wurde im Frühjahr 2019 verworfen. Der Grund: Der Bereich sei zu Stoßzeiten schlicht zu viel befahren. Die haltenden Autos würden zu einem Verkehrshindernis werden.

Grundsätzliche Zustimmung fand im Schulausschuss danach folgendes Konzept: Der vom Burgesch zur Schule führende Abschnitt des Klinghamer Wegs sollte auf 5,50 Meter verbreitet werden, um Begegnungsverkehr zu ermöglichen. Vor dem Eingangsbereich der Schule sollte Platz zum Wenden geschaffen werden.

Gleichzeitig sollte das Parken neu geregelt werden. Stellflächen waren entlang des Klinghamer Wegs (weshalb das Fußballfeld verkleinert werden soll) und nicht mehr vor der Schule vorgesehen. Gleichzeitig sollte ein Fußweg für die Schüler vorbei an den Fahrradständern, die sich laut Verwaltung in einem katastrophalen Zustand befinden, geführt werden. Diese Maßnahmen sollten zunächst im Sommer 2019 beginnen, dann waren die Bauarbeiten für den September 2019 vorgesehen. Gestartet sind sie indes immer noch nicht.

Ein Grund für die Verzögerungen damals: Die 1967 eröffnete Kardinal-von-Galen-Halle muss wegen zahlreicher Mängel saniert werden. Dem Vorhaben stimmte die Politik bereits zu. Der Plan: Erst sollte die Sporthalle modernisiert und dann die Zufahrt zur Schule saniert werden. Aus nachvollziehbaren Gründen: "Eine Erneuerung der Zufahrt vor der Sanierung der Sporthalle würde sicherlich dazu führen, dass diese dann aufgrund der Bauarbeiten wieder 'kaputt' gefahren würde", teilte die Verwaltung schon vor einem halben Jahr mit. In Angriff genommen wurde die Sanierung allerdings noch nicht.

Denn:  Für die mehrere Hunderttausend Euro umfassende Modernisierung der Sporthalle hoffte die Stadt gleichzeitig auch auf Zuschüsse aus dem Sportstättensanierungsprogramm des Landes Niedersachsen. Der Förderanteil beträgt bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten. Für dieses Jahr gab es allerdings eine Absage des Landes. Jetzt berät der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport in seiner nächsten Sitzung am Dienstag (17.30 Uhr, Oberschule) darüber, ob die Stadt erneut einen Antrag stellen soll.

Für die Zufahrt zur Schule gibt es aber wiederum eine neue Alternative. Dem Fachausschuss wurde in der jüngsten Sitzung nach der Beratung im Arbeitskreis Verkehr ein von einem Fachbüro erarbeitetes Konzept vorgestellt. Dieses sieht unter anderem auf der Mitte des Klinghamer Wegs einen Mini-Kreisel vor, wo Eltern ihre Kinder aussteigen lassen sollen. Parkplätze sollen dann in Richtung Schule auf beiden Seiten des Klinghamer Wegs entstehen.

Politiker kritisieren die Pläne

Diese neue Idee irritierte im Ausschuss indes einige Politiker. Andreas Windhaus (CDU) wunderte sich: Die neue Variante sei nicht geplant gewesen sei. Der Arbeitskreis könne keine Beschlüsse der Fachausschüsse ersetzen. Außerdem seien die Kosten nicht bekannt.  Auch Markus Blömer (SPD) kritisierte einmal mehr die Vorgehensweise der Verwaltung. Es sei doch längst ein Beschluss gefasst worden. Die geplante Ausbauvariante wurde schließlich zur Diskussion zurück in die Fraktionen verwiesen. Fortsetzung folgt.

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