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Sam Schaffhausen ist Landtagskandidat der SPD

Der 32-jährige Vechtaer bewirbt sich um das Direktmandat im Wahlkreis 68 (Vechta). Er erhielt ein einstimmiges Votum der Delegierten auf der Wahlkreisversammlung in Holdorf – bei einer Enthaltung.

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Blumen für den Kandidaten: (von links) Sam Schaffhausen und die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag, die die Versammlung leitete. Foto: Tzimurtas 

Blumen für den Kandidaten: (von links) Sam Schaffhausen und die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag, die die Versammlung leitete. Foto: Tzimurtas 

Der Vechtaer SPD-Kreisvorsitzende Sam Schaffhausen ist der Direktkandidat der Sozialdemokraten im Wahlkreis 68 (Vechta) zur Landtagswahl am 9. Oktober. Der 32-Jährige erhielt am Mittwochabend 25 von 26 Stimmen auf der Wahlkreisdelegiertenkonferenz in Holdorf. Es gab eine Enthaltung. Das entspricht einem einstimmigen Votum.

Schaffhausen, der keinen Gegenkandidaten hatte,  freute sich über das „überragende Ergebnis“. Er sieht darin eine „große Motivation“ für den Wahlkampf, wie er gegenüber OM-Online sagte.

In seiner Bewerbungsrede hatte er betont, in Hannover das „Sprachrohr für die Menschen hier vor Ort“ sein zu wollen. Um wegweisende Entscheidungen für eine „bestmögliche Entwicklung“ des Landkreises zu bewirken, setzt er im Landtag auch auf seine kommunalpolitischen Erfahrungen.

Bildung und bezahlbarer Wohnraum sind Schwerpunkte

Schaffhausen ist SPD-Fraktionschef im Vechtaer Stadtrat, stellvertretender Vechtaer Bürgermeister und Kreistagsabgeordneter. Bereits zur Landtagswahl 2017 war er der Direktkandidat der SPD im Wahlkreis 68. Schaffhausen arbeitet als Referent des Europa-Abgeordneten Timo Wölken (SPD).

Als seine politischen Schwerpunkte nannte er unter anderem die Bildung und den Wohnraum. Er forderte einen bedarfsgerechten Ausbau von Krippen und Kitas – auch mit Blick auf die Betreuungszeiten und die Einführung der Drittkraft. Ebenso will er sich für die digitale Lernmittelfreiheit stark machen. Um für weiteren bezahlbaren Wohnraum zu sorgen, müsse es laut Schaffhausen auch eine Landeswohnungsbaugesellschaft geben. Zudem drängt er auf eine Aufstockung der Investitionsmittel für Krankenhäuser. Er will sich für ein Zentralklinikum im Landkreis einsetzen.

Mittag hebt Bedeutung von politischer Abstimmung zwischen Bund, Land und Kommunen hervor

Mit Blick auf die Folgen der Pandemie und des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sagte Schaffhausen: "Wir müssen in dieser Situation den Menschen Hilfe leisten, unsere Unternehmen stützen und die Bürgerinnen und Bürger entlasten." Er betonte: "Wir müssen mit Vernunft und Menschlichkeit handeln." 

Die Versammlung wurde von der Delmenhorster SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag geleitet, die regional auch für den Landkreis Vechta zuständig ist.  Sie sagte zu Schaffhausen nach dessen Rede: "Du hast Dir ordentlich Arbeit vorgenommen." Sie hob hervor, wie wichtig eine enge politische Abstimmung zwischen der Bundes-, Landes- und der kommunalen Ebene sei.

Kater fordert Lockerung der Regeln zur Auftragsvergabe

Grußworte gab es von der Holdorfer SPD-Ortsvorsitzenden Inge Olberding und vom Vechtaer Bürgermeister Kristian Kater, dem Vorgänger Schaffhausens an der Spitze im SPD-Kreisverband, der sich damals noch Unterbezirksverband nannte. Olberding und Kater hoben angesichts der anhaltenden Pandemie und des Krieges in der Ukraine die "ungewöhnlichen und unruhigen" Tage hervor. Kater dankte allen Menschen, die den Flüchtlingen aus der Ukraine vor Ort Hilfe leisten. 

Angesichts der aktuellen Preissteigerungen stellte Kater die Frage, ob die eingeplanten kommunalen Haushaltsmittel noch für alle vorgesehenen Bauprojekte reichen. Er forderte in Richtung Land, die Vergaberegeln für Aufträge zu lockern, um zügiger und flexibler auf gute Angebote reagieren zu können - und so Zeit und Geld zu sparen.

Für Wahlkampfstimmung sorgte der Kreistagsabgeordnete Hermann Schütte aus Neuenkirchen-Vörden, der als Gast anwesend war. Er stellte in einer knappen Rede gegen Ende der Versammlung angesichts der jungen SPD-Kandidaten im Wahlkreis 68 (Vechta) und im Wahlkreis 73 (Bersenbrück), zu dem Damme und Neuenkirchen-Vörden gehören, die traditionelle CDU-Dominanz in Frage. Gegenüber OM-Online sagte er, es werde "keinen selbstverständlichen Alleingang" für die CDU geben. Im Wahlkreis 73 tritt der Bersenbrücker Besian Krasniq an. Er ist Co-Vorsitzender der niedersächsischen Jusos, der SPD-Nachwuchsorganisation.

Entscheidung über Listenplatz am 21. Mai

Schaffhausen nahm in seiner Eigenschaft als Vechtaer SPD-Kreisvorsitzender zwei Ehrungen vor: Siegfried Böckmann aus Bakum und Aloys Schulte aus Damme erhielten Präsente und hörten Dankesworte für ihre Arbeit als Abgeordnete im Kreistag, dem sie seit November 2021 nicht mehr angehören.

In einer weiteren Versammlung des Abends wurde der Vechtaer SPD-Ortsverbandsvorsitzende Alexander Bartz zum Delegierten für die Landesvertreterversammlung der SPD am 21. Mai in Hildesheim gewählt. Bei der Parteiveranstaltung entscheidet die Basis über die Listenplätze zur Landtagswahl.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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