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Russland testet neue Interkontinentalrakete

Drohgebärde aus Moskau: Mittem im Krieg wird eine nukleare Rakete getestet. Putin schwärmt vom Potenzial der Waffe.

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Das vom russischen Verteidigungsministerium zur Verfügung gesteltten Bild zeigt den Abschuss einer Interkontinentalrakete des Typs "RS-28 Sarmat" bei einem Test (Archivbild). Foto: dpa/Uncredited/Defense Ministry Press Service/AP

Das vom russischen Verteidigungsministerium zur Verfügung gesteltten Bild zeigt den Abschuss einer Interkontinentalrakete des Typs "RS-28 Sarmat" bei einem Test (Archivbild). Foto: dpa/Uncredited/Defense Ministry Press Service/AP

Russland hat inmitten seines Krieges in der Ukraine seine neue ballistische Interkontinentalrakete vom Typ Sarmat (Nato-Codename: SS-X-30 Satan 2) getestet.

Die mit Atomsprengköpfen bestückbare Rakete stärke massiv das nukleare Potenzial Russlands, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Keine Rakete auf der Welt könne Ziele in einer solchen Entfernung erreichen wie diese, hieß es. Die Sarmat hat eine Reichweite von 18.000 Kilometern. Damit kann Russland sowohl über den Nord- als auch über den Südpol angreifen und Ziele weltweit erreichen.

Putin: Rakete hat "beste taktisch-technische Eigenschaften"

Der russische Präsident Wladimir Putin sagte, dass es noch auf lange Zeit nichts geben werde auf der Welt, was der Rakete ebenbürtig sei. Das Waffensystem habe "beste taktisch-technische Eigenschaften und ist in der Lage, alle modernen Mittel der Raketenabwehr zu überwinden", sagte der Kremlchef. "Das ist eine wirklich einzigartige Waffe, die das Kampfpotenzial unserer Streitkräfte stärken wird und verlässlich die Sicherheit Russlands schützt vor äußeren Bedrohungen.»

Die Rakete wurde am Mittwochnachmittag vom Kosmodrom Plessezk im Gebiet Archangelsk abgeschossen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Die für den Test genutzten, nicht atomaren Sprengköpfe schlugen demnach auf dem Gelände Kura auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka ein. Russland hatte seine Atomwaffen mit Beginn seines Krieges in der Ukraine vor 8 Wochen in verstärkte Alarmbereitschaft versetzen lassen. Die Ankündigung wurde als Drohung mit dem Atomwaffenarsenal des Landes aufgefasst.

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