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RKI meldet für Vechta (wohl unkorrekte) 7-Tage-Inzidenz unter dem 50er-Grenzwert

Die Zahl der gemeldeten Ansteckungen geht leicht zurück. Auch werden weniger Menschen ins Krankenhaus eingewiesen.

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Symbolfoto: dpa

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Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Vechta hat am Dienstag einen deutlichen Satz nach unten gemacht - zumindest laut aktueller Berechnung des Robert-Koch-Instituts. Damit wäre der Vechtaer Wert erstmals wieder unter den 50-Grenzwert gesunken. Es gibt allerdings Anhaltspunkte, die den Rückschluss zulassen, dass die Berechnung nicht korrekt ist - womöglich durch einen Fehler bei der Datenübertragung.

Das RKI meldet am Dienstagmorgen für den Landkreis Vechta einem Wert von 46,6 - am Vortag lag die 7-Tage-Inzidenz noch bei 66,1. Die Berechnung basiert auf 67 Neuinfektionen in den letzten 7  Tagen - dementsprechend sind im Vergleich zum Vortag 28 Coronafälle aus der Berechnung der 7-Tage-Inzidenz herausgefallen.  Gleichwohl hat das Vechtaer Gesundheitsamt am Montagnachmittag 30 Neuinfektionen, die während des vergangenen Wochenendes nachgewiesen wurden, veröffentlicht. Und die sind offenbar nicht vom RKI berücksichtigt worden. Denn die Gesamtzahl der Coronafälle ist am Dienstag unverändert bei 9164 geblieben.

Im Landkreis Cloppenburg ist laut RKI-Berechnung die 7-Tage-Inzidenz nur leicht gesunken - auf 70,7 (Vortag: 73,6). Das Robert-Koch-Institut hat bei seiner Berechnung offenkundig die neuen Coronafälle im Kreisgebiet berücksichtigt. Wie bereits berichtet, hat das Cloppenburger Gesundheitsamt am Montag 35 während des Wochenendes nachgewiesene Infektionen veröffentlicht.

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist leicht gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 83,8 – am Vortag hatte der Wert bei 84,3 gelegen, vor einer Woche bei 74,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6726 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04:39 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 5750 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 59 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 60 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.017.116 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Weniger Menschen kommen ins Krankenhaus

Die Inzidenz der Neuinfektionen war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI in seinem Lagebericht am Montag mit 1,64 an (Freitag 1,83). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa 10 Tage, dieser Wert spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wider.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.783.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.413.

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