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Retten statt verunglimpfen

Kommentar zum Thema: Coronamaßnahmen laut Studie erfolgreich - Wären die Maßnahmen nicht gewesen, hätte es deutlich mehr Covid-19 Tote gegeben. Es wurden Leben gerettet statt Tote verunglimpft.

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Nein, in unterirdischen Einrichtungen werden aktuell keine Kinder gefoltert, um ein Stoffwechselprodukt namens Adrenochrom zu gewinnen, mit dessen Hilfe Hollywood-Stars ihren Alterungsprozess verlangsamen, wie es in diversen Onlinenetzwerken massenhaft behauptet wird. Falsch ist auch, dass italienische Ärzte Covid-19 jetzt mit Aspirin zur Blutverdünnung bekämpfen, nachdem sie bei Autopsien entdeckt hätten, dass vorherige Opfer nicht an einem Virus, sondern an einer bakteriellen Infektion erkrankt und letztlich an einer Thrombose gestorben seien.

Wäre das Coronavirus nicht weiterhin real und würde es weltweit nicht derart viel Leid verbreiten, hätte der hanebüchene Unfug, den die Verschwörungsmärchenerzähler aus dem „Gib Gates keine Chance“-Lager von sich geben, sogar noch eine lustige Komponente. Die Wirklichkeit sieht leider gänzlich anders aus: Fast 9000 nachweislich mit Covid-19 Infizierte sind allein in Deutschland bislang gestorben. Die überwältigende Mehrheit dieser Menschen hätte sicherlich noch gerne weitergelebt. Wer vor diesem Hintergrund den unsäglichen Nonsens der getriggerten Aluhutträger gutheißt, der zieht auch das Andenken dieser Verstorbenen in den Schmutz. Und wer ohne Unterlass gegen die vermeintliche Merkel-Diktatur wettert, der möge sich die Studien mehrerer Forschergruppen ansehen, wonach – zurückhaltend formuliert – durch die weitreichenden Maßnahmen zur Ausbreitung des Coronavirus Millionen Infektionen und Todesfälle verhindert wurden.

Leben retten statt Tote verunglimpfen: Das ergibt Sinn.

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