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Reden statt Schweigen

Thema: Kanzler Scholz telefoniert mit Putin – Bis zum Beginn von Friedensverhandlungen ist es noch ein weiter Weg. Doch die stattfindenden Gespräche sind immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

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Nun haben sie wieder geredet. Immerhin. Bundeskanzler Olaf Scholz und Russlands Präsident Wladimir Putin haben miteinander telefoniert. 75 Minuten lang. In dieser Zeit drehte sich das Gespräch natürlich um mehr als nur die Scholz-Forderung nach einem schnellen Waffenstillstand.

Trotz dieser minimalen Annäherung sollte niemand erwarten, dass ein Friedensprozess in der Ukraine in Gang gesetzt ist. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Aber ein bisschen Hoffnung herrscht dann offenbar doch noch, dass dieser verheerende Krieg mit vielen Opfern auf beiden Seiten vielleicht bald zu einem Ende kommen könnte.

"Zu wünschen ist es, dass nach einer langen Phase des Schweigens deswegen auch andere Staats- beziehungsweise Regierungschefs wieder die Gesprächsfäden mit Putin aufnehmen."Klaus-Peter Lammert

Zu wünschen ist es, dass nach einer langen Phase des Schweigens deswegen auch andere Staats- beziehungsweise Regierungschefs wieder die Gesprächsfäden mit Putin aufnehmen. Da mögen sie einen Satz der kubanischen Revolutionärin Vilma Espin erinnern, die sagte: "Um etwas zu sagen, ist immer Zeit vorhanden, aber nicht, um zu schweigen." Ein Schweigen nutzt in der Tat im Ukraine-Konflikt niemanden. Es verhärtet die Fronten nur immer weiter.

Auf der anderen Seite darf der Westen nicht nachlassen, die Ukraine militärisch zu unterstützen, auch mit schweren Waffen. Denn für Friedensverhandlungen lässt sich Putin womöglich um so eher gewinnen, als er einsieht, dass sein Krieg in der Ukraine nicht zum gewünschten Ziel führt. Und bei aller Propaganda auf ukrainischer und russischer Seite: Putin dürfte kaum mit diesem entschiedenen Widerstand des überfallenen Landes gerechnet haben. Nur wenn der bricht, fällt die Ukraine.

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