Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Ratsmehrheit will Baugebiet nördlich der Mühlensiedlung

Politiker beschließen die Aufstellung der Planung und die erste Beteiligung der Öffentlichkeit. Das Vorhaben in Neuenkirchen-Vörden sorgt bereits seit geraumer Zeit für kontroverse Diskussionen.

Artikel teilen:
Viele neue Häuser: Wenn alles läuft wie geplant, entsteht auf dieser Fläche nördlich der Mühlensiedlung demnächst ein neues Wohngebiet. Foto: Oevermann

Viele neue Häuser: Wenn alles läuft wie geplant, entsteht auf dieser Fläche nördlich der Mühlensiedlung demnächst ein neues Wohngebiet. Foto: Oevermann

In seiner letzten Sitzung der Legislaturperiode im Saal Wellmann in Vörden hat der Gemeinderat Neuenkirchen-Vördens am Dienstag die Planverfahren für 2 neue Baugebiete in Neuenkirchen-Vörden eingeleitet. Während das geplante Baugebiet „Hinterste Flage I“ in Neuenkirchen die große Nachfrage an Wohnraum decken soll, dient das neue Baugebiet „Im Nörtebruch“ im Ortsteil Vörden in erster Linie der Standortsicherung für eine dort beabsichtigte neue Kindertagesstätte.

Nördlich der Mühlensiedlung und westlich der Bahngleise in Neuenkirchen beabsichtigt die Volksbank Dammer Berge, ein Baugebiet zu erschließen und zu vermarkten. In einem ersten Schritt sollen 10,5 Hektar der Fläche bebaut werden.

Das Vorhaben sorgt bereits seit geraumer Zeit für kontroverse Diskussionen. In einem parallelen Verfahren wird aktuell eine notwendige Flächennutzungsplanänderung durchgeführt, welche aus den Reihen der IGNV, Anwohnern und Naturschutzorganisationen kritisch betrachtet wird. Insbesondere der vorgesehene Bau eines Regenrückhalterückenbeckens auf einer Wiese nahe dem Erlenweg sorgt für Kritik. Zudem wurden Vorwürfe laut, dass eine weitere Bebauung der Grünfläche beabsichtigt sei. Diesen Vorwurf hat jedoch die Gemeindeverwaltung und der überwiegende Teil des Gemeinderats kategorisch in das Reich der Fabeln verwiesen.

Riesige Nachfrage an Grundstücken 

„Wir haben eine riesige Nachfrage an Baugrundstücken in Neuenkirchen. Das ist wirklich enorm“, sagte Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung bestehe ein dringender Handlungsbedarf. Außerdem betonte er, dass der vorgestellte Plan lediglich ein Vorentwurf sei, der noch geändert werden könnte. Zunächst einmal würden lediglich das Bauleitverfahren und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit in die Wege geleitet.

Rolfsen erklärte außerdem, dass die bisherigen Planungen eine besonders verdichtete Bauweise vorsehen. Teil der Planungen seien ferner 10 Meter breite Grünstreifen und eine angedachte Gründachregelung im nördlichen Bereich des B-Plans „Hinterste Flage I“.

Lobende Worte für das Vorhaben fand Ratsherr Andreas Frankenberg (SPD): „Dies könnte ein Vorzeigeprojekt werden.“ Kritik kam aus den Reihen der IGNV. Deren Fraktionsvorsitzendem Josef Schönfeld missfiel es, dass schon der Bebauungsplan aufgestellt werde, während die notwendige Flächennutzungsänderung parallel noch nicht abgeschlossen sei. „Wir machen den zweiten Schritt vor dem ersten“, meinte Schönfeld.

Verwaltung will Gerüchten entgegenwirken 

Jürgen Rolfsen entgegnete, dass sich die Verwaltung aus Gründen der Transparenz für diesen Weg entschieden habe, um die tatsächlichen Planungen aufzuzeigen und weiteren Missverständnissen und Gerüchten entgegenzuwirken.

Dieser Argumentation folgte der Gemeinderat, der den Aufstellungsbeschluss bei 3 Gegenstimmen und einer Enthaltung auf den Weg brachte. Einstimmig wurde außerdem die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit für diesen Bebauungsplan beschlossen.

Ebenso einstimmig wurde die Aufstellung des B-Plans „Im Nörtebruch“ in Vörden verabschiedet. Südlich der bestehenden Siedlung „Auf den Höfften“ soll die Wohnbauentwicklung vorangetrieben werden. Im Gegensatz zum Neuenkirchener Baugebiet befinden sich hier laut Rolfsen die Planungen erst am Anfang. Die verkehrliche Anbindung der dort geplanten Kindertagesstätte soll entlang des Mühlendamms erfolgen. „Es ist richtig schön, dass wir dort eine Kita bekommen. Das ist für die Siedlung sehr wichtig“, meinte Ratsherr und Anwohner Günter Plohr (SPD).

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Ratsmehrheit will Baugebiet nördlich der Mühlensiedlung - OM online