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Ratsgruppen einigen sich auf Klimaziele und neuen Beirat

Mit verschiedenen Maßnahmen soll der lokale Umweltschutz vorangetrieben werden. Unter anderem soll die Verwaltung als Vorbild vorangehen und bis 2035 klimaneutral werden.

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Symbolfoto: Hermes

Symbolfoto: Hermes

Eine städtische Energie- und Verkehrswende bis 2040 sowie eine klimaneutrale Verwaltung bis 2035: Darauf haben sich die Gruppen im Rat der Stadt Cloppenburg geeinigt. Zudem soll die Verwaltung unter anderem bis zum 4. Quartal 2022 einen Maßnahmenplan vorlegen, auch Zwischenziele sollen regelmäßig überprüft werden. Auch ein "Cloppenburger Klimabeirat" wird ins Leben gerufen, der die Entwicklung des städtischen Klimaschutzkonzepts und dessen Umsetzung begleitet.

Von allen Beteiligten gab es Lob für die konstruktiven Gespräche, es seien gute Kompromisse gefunden worden. Michael Jäger (Grüne/UWG) sprach von einem "klaren Bekenntnis zum aktiven Klimaschutz". Dieser werde von herausragender Bedeutung für die künftige Arbeit von Rat und Verwaltung sein: "Wir nehmen damit übrigens kreisweit eine Vorreiterstellung ein und hoffen, dass uns andere Städte und Gemeinden auf diesem Weg folgen werden."

"Im Übrigen lehrt uns Russlands Aggression gerade, dass die Abkehr von fossilen Brennstoffen nicht nur unter Klimaschutz-Gesichtpunkten entscheidend ist, sondern auch unter Sicherheitsaspekten"Michael Jäger (Grüne/UWG)

Der Bericht des Weltklimarats habe gezeigt, dass man ernsthaft beginnen müsse, den Energiehunger zu reduzieren und das Konsumverhalten zu ändern. "Im Übrigen lehrt uns Russlands Aggression gerade, dass die Abkehr von fossilen Brennstoffen nicht nur unter Klimaschutz-Gesichtpunkten entscheidend ist, sondern auch unter Sicherheitsaspekten", so Jäger weiter. Die nun festgelegten Maßnahmen seien ambitioniert, aber alternativlos. 

Dies sah auch Prof. Dr. Marco Beeken so: "Der Beschluss ist am Ende sehr gut geworden." Die Festlegung auf bestimmte Werte bis 2040 sei nicht immer einfach. In seiner Haushaltsrede ging der Gruppenvorsitzende am Ende nochmals auf das Thema ein: "Mit diesem Beschluss beginnt allerdings die Arbeit erst richtig". Es gelte nun, das Klimaschutzkonzept fortzuschreiben und den Prozess kontinuierlich zu begleiten. Zudem sagte er voraus, dass es im Klimabeirat sicherlich das ein oder andere Mal kontrovers zur Sache gehen werde. Die konkreten Ideen und Ansätze beim Klima- und Umweltschutz seien nämlich teilweise sehr unterschiedlich.

Beschluss wird bei AfD-Enthaltung einstimmig gefasst

Ebenfalls ein Lob für die Zusammenarbeit richtete Jan Oskar Höffmann (SPD) an seine Mitstreiter. "Es liegt nun aber auch an uns und der Verwaltung, dass aus diesem Beschluss kein Papiertiger wird." Gerade der Klimabeirat sei eine gute Einrichtung für die regelmäßige Überprüfung der Ziele. Letztendlich wurde der Beschluss einstimmig gefasst, nur die beiden Vertreter der AfD enthielten sich. 


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