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Rat beschließt Ganztagsangebot an Peheimer Grundschule

Zum Beginn des Schuljahres 2022/23 soll ein entsprechendes Angebot geschaffen werden. Zunächst will die Verwaltung ausloten, was von der Bausubstanz her möglich ist.

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Ganztagsangebot geplant: Die Grundschule Peheim wird derzeit von 58 Jungen und Mädchen besucht. Foto: Schrimper

Ganztagsangebot geplant: Die Grundschule Peheim wird derzeit von 58 Jungen und Mädchen besucht. Foto: Schrimper

Das Wie ist noch unklar, das Ob ist indessen beschlossene Sache: Der Molberger Gemeinderat hat nun in seiner letzten Sitzung der Wahlperiode einstimmig dafür votiert, dass die Grundschule Peheim zum Beginn des Schuljahres 2022/23 zu einer Ganztagsschule werden soll. Wie in dem ohnehin schon von Platzmangel geprägten Gebäude noch ein Speise- und Betreuungsraum untergebracht werden soll, ist offen. Es liegen dazu noch keine Ergebnisse vor, so Andres Unnerstall, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Nun solle begutachtet werden, was "von der Bausubstanz her möglich ist". Es werde wohl zunächst auf eine Übergangslösung hinauslaufen.  

Die Grundschule in Peheim kann als einzige in der Gemeinde Molbergen noch kein ganztägiges Betreuungsangebot machen. Sowohl die Anne-Frank-Schule, die Grundschule Molbergen als auch die Kindergärten sind da schon weiter. Geplant ist, dass in Peheim ein offener Ganztag, das heißt, mit freiwilliger Teilnahme, eingeführt werden soll. Wie die Verwaltung mitteilte, benötigen laut einer Befragung der Eltern 24 Kinder von prognostisch 64 Schülern eine Betreuung zwischen einem und 4 Tagen. Das entspricht einem Anteil von 37,5 Prozent der Schülerschaft.

Laut Verwaltung soll zum Schuljahr 2022/23 der Ganztag bis 15 Uhr zunächst an 3 Tagen angeboten werden – und zwar am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Mindestens 10 Kinder seien für eine Gruppe erforderlich, die bis zu 24 Kinder umfassen könne. Zurzeit besuchen 58 Kinder die Schule, die voraussichtlich in den nächsten 5 Jahren einzügig bleiben soll, wie es von der Verwaltung heißt. Im Schuljahr 2026/27 wird mit 79 Schülerinnen und Schülern gerechnet. 

Leere Sozialwohnung als möglicher Speiseraum im Gespräch

Was das Mittagessen im Rahmen des Ganztagsangebots angeht: Die Kinder sollen etwas mitbringen können. Alternativ können die Eltern ein Essen buchen und müssen das natürlich auch bezahlen. Liefern könnte zum Beispiel der Dienstleister, der bereits seit 2020 mit dem benachbarten Kindergarten St. Anna einen Vertrag hat.

Im Raum steht derzeit die Überlegung, eine seit April 2021 leer stehende Sozialwohnung als Speisesaal zu nutzen; sie ist im selben Gebäude. Hierfür müsste allerdings die Landesschulbehörde eine  Betriebserlaubnis erteilen. Sie erhöhe zudem die Zahl der Lehrerstunden der Einrichtung. Berechnungsgrundlage sei die Zahl der am Ganztag teilnehmenden Kinder. 5 Stunden seien veranschlagt.

Auch wenn die Details noch nicht klar sind: Die Politik hat  beschlossen, dass die Gemeinde ab dem Jahr 2022 Geld gibt und die Ausstattung sicherstellt. Sollte gebaut werden müssen, könne die Gemeinde als Schulträgerin nicht auf die finanzielle Unterstützung des Landes zählen, jedoch mit einem Zuschuss aus der Kreisschulbaukasse rechnen, so die Verwaltung. 

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