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Radwegebau im Südkreis Vechta: Ein nächster Schritt für den Lückenschluss ist getan

Eine wichtige Vereinbarung über den Radwegebau zwischen Nellinghof und Fladderlohausen ist unterzeichnet.

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Regelung der Formalitäten: Ansgar Brockmann (von links), Uta Weiner-Kohl und Dr. Wolfgang Krug unterzeichneten im Neuenkirchener Rathaus die Vereinbarung zwischen den Kommunen und dem Land zum Radwegebau.  Foto: Lammert

Regelung der Formalitäten: Ansgar Brockmann (von links), Uta Weiner-Kohl und Dr. Wolfgang Krug unterzeichneten im Neuenkirchener Rathaus die Vereinbarung zwischen den Kommunen und dem Land zum Radwegebau.  Foto: Lammert

Ein weiterer wichtiger Schritt für den geplanten Lückenschluss des Radweges an der Landesstraße 852 zwischen Nellinghof und Fladderlohausen ist getan. Am Montag haben Neuenkirchen-Vördens Bürgermeister Ansgar Brockmann, sein Holdorfer Amtskollege Dr. Wolfgang Krug sowie Uta Weiner-Kohl, Leiterin der Geschäftsstelle Osnabrück der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die Vereinbarung wegen des Radwegebaus im Neuenkirchener Rathaus unterschrieben.

In dem Vertrag ist unter anderem festgelegt, dass die beiden Kommunen allein für den Bau verantwortlich sind, das Land Niedersachsen aber nach der Fertigstellung den Radweg übernehmen wird und dann auch für die Unterhaltung verantwortlich ist. Ferner ist unter anderem festgelegt, dass dem Land durch den Bau keine Kosten entstehen und die Arbeiten erst nach der Beendigung eines Planfeststellungsverfahrens beginnen können. Die Einleitung dieses Verfahrens wird das Land beantragen, durchführen wird es der Landkreis Vechta.

Ansgar Brockmann teilte mit, dass die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden inzwischen in Nellinghof viele Gespräche mit Grundstückseigentümern geführt hat, die Flächen für den Bau des Radweges bereitstellen müssen. Insgesamt liefen die Verhandlungen gut, in einigen Fällen seien aber noch Details zu klären. Während auf Nellinghofer Seite rund 25 Grundeigentümer betroffen sind, sind es auf der Holdorder Seite lediglich 4.

Planer erarbeiten Entwurf für 3,3 Kilometer Radweg

Wie Krug mitteilte, bereiten die Kommunen derzeit die Ausschreibung des Planungsauftrages vor. Der Planer wird einen Entwurf für den rund 3,3 Kilometer langen Radweg erarbeiten, von dem 1,8 Kilometer auf Holdorfer Gebiet verlaufen. Liegt der Plan vor, kann das Planfeststellungsverfahren beginnen. In dessen Verlauf werden die Träger der öffentlichen Belange wie etwa Behörden, aber auch Verbände und Bürger die Möglichkeit haben, Einwände und Anregungen zu äußern. Die wird der Landkreis als Träger des Verfahrens am Ende abwägen.

Das Verfahren wird nach einer Einschätzung Krugs etwa ein halbes Jahr dauern. Dann könnte der Bau des Radweges beginnen, wenn Holdorf als bei diesem Projekt federführend tätige Kommune in enger Absprache mit Neuenkirchen-Vörden die Aufträge für die Arbeiten vergeben hat. Wann das der Fall sein wird, ließ Krug offen.

Noch drängt aber die Zeit. Denn der Bund, der das bislang noch mit 2,68 Millionen Euro teure Projekt mit insgesamt 2,144 Millionen Euro fördert, hat als Fertigstellungstermin den 31. Dezember 2023 festgelegt. Weitere 100.000 Euro haben die Kommunen beim Landkreis Vechta im Rahmen der Förderung von Schnellradwegen beantragt. Den Rest müssen sie aus ihren eigenen Mitteln finanzieren.

Sollte sich im Laufe des Verfahrens herausstellen, dass die Kosten über den Schätzungen liegen, müssten die Gemeinden mit der N-Bank über eine Erhöhung des Zuschusses sprechen, sagte Krug. Das gelte auch für den Fall, dass der Bau nicht rechtzeitig zum Ende nächsten Jahres abgeschlossen sei, ergänzte Ansgar Brockmann. Noch aber gehen die Kommunen davon aus, den Kostenrahmen und Zeitplan einzuhalten.

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