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Radwege sollen sicherer werden

Die Radwegmarkierungen an vier ehemaligen Landes- und Bundesstraßen in Löningen werden im kommenden Jahr neu gestaltet.

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Geplante Variante: Die neuen "Radschutzstreifen entlang der vier Ausfallstraßen der Stadt werden 1,50 Meter breit sein. Copyright: Stadt

Geplante Variante: Die neuen "Radschutzstreifen entlang der vier Ausfallstraßen der Stadt werden 1,50 Meter breit sein. Copyright: Stadt

Einstimmig hat der Ausschuss für Wirtschaft, Bau Verkehr und Sport einen Antrag der Fraktion Grüne / Linke im Stadtrat für mehr Sicherheit auf den Radwegen an den Löninger Ausfallstraße und eine Sanierung der Markierungen gebilligt.   Zwar nicht formeller Teil der Beschlussvorlage, aber ebenfalls einmütiger Wille der Ratsmitglieder ist, dass für das Projekt die von der Verwaltung veranschlagten rund 150.000 Euro Kosten im Haushalt für 2021 eingeplant werden.

Im September hatte die Fraktion beantragt, dass die durch Abnutzung kaum noch vorhandenen roten Radwegmarkierungen entlang der Böener, der Haselünner, der Bremer und der St.-Annen- Straße saniert werden. Zudem machen die Ratsmitglieder der Grünen und Linken darauf aufmerksam, dass die Gullis zum Teil um mehrere Zentimeter abgesackt sind. Dies müsse ebenfalls schnell behoben werden, weil diese Kanten und Unebenheiten beim Überfahren eine Gefahr für Leib und Leben durch mögliche Stürze darstellten. Als fahrradfreundliche Kommune sollte Löningen diesem Anspruch auch gerecht werden und sichere Wege für Radler gewährleisten, damit mehr mit dem Rad und weniger mit dem Auto gefahren werde, ergänzt die Fraktion ihren Antrag.

Vorhandene Markierungen werden saniert

Als Reaktion habe sich die Stadtverwaltung auf einem Ortstermin mit den Sicherheitsexperten der Polizeiinspektion und der Verkehrsbehörde des Kreises zur Beratung getroffen, erläuterte Tiefbau-Fachbereichsleiter Jens Flerlage in der Sitzung. Die derzeitigen Markierungen, insbesondere die nicht ausreichende Breite, entsprächen nicht den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen, hätten die Experten festgestellt. Deshalb sei es nicht möglich, die vorhandenen Markierungen durch das Aufbringen von frischer roter Farbe zu sanieren, erläuterte Flerlage.  

In Absprache mit den anderen Behörden plane die Verwaltung jetzt eine Kennzeichnung durch das Aufbringen von gestricheltem Schmalstrich (siehe Foto oben) und zusätzlichen Piktogrammen, die den Bereich als sogenannten „Radschutzstreifen“ ausweisen, erläuterte Flerlage.

Diese neuen, aus aufgebrachten „Kaltplastik“ bestehenden Markierungen kennzeichnen den Bereich für die Radfahrer auf einer Breite von 1,50 Metern, die Mindestbreite betrage nach Angaben der Verkehrsbehörde 1,25 Meter. Die breitere Variante sei auf den Ausfallstraßen aber kein Problem, da sie als frühere Landes- oder sogar Bundesstraßen (Haselünner, St.-Annen und Bremer Straße) ausreichend breit seien. Dieser Radschutzstreifen dürfe von Autofahrern befahren werden, wenn ausgeschlossen sei, dass die schwächeren Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet würden, so der Fachbereichsleiter.

Stadt verzichtet wohl auf kostspielige Varianten

Einer weiteren kostspieligen Empfehlung von Polizei und Kreis wird die Stadt wohl nicht folgen. Da durch das Entfernen der vorhandenen Kennzeichnungen sogenannte „Phantommarkierungen“ entstünden, wird vorgeschlagen, die Fahrbahndecken, die Nebenanlagen und die Bushaltestellen zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu erneuern. Dadurch könne eine optimale Verkehrssituation vor allem für die Schwächeren hergestellt und das optische Erscheinungsbild der Ortseinfahrten deutlich aufgewertet werden. Die Stadtverwaltung folgt in ihren Erläuterungen der Vorlage für die Sitzung als  einfacheren und vor allem kostengünstigeren dem Vorschlag der konsultierten Fachfirma: „Die Phantommarkierungen waschen sich aus und sind nicht dauerhaft erkennbar“. Lob für den vorgeschlagenen Weg und für die schnelle Bearbeitung durch die Verwaltung kam vom stellvertretenden Bürgermeister Franz-Josef Kühne (UfL).

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