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Radfahrer bekommen weitere Wege

In Warnstedt wird es kostengünstig, weil der Landkreis Cloppenburg ohnehin eine Sanierung der Fahrbahn in Angriff nimmt. Die beiden anderen Trassen sind eigenständig.

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Nicht ungefährlich: Zwischen Schwichteler und Langförden müssen Radfahrer und Kraftfahrzeuge sich die Fahrbahn teilen. Foto: Thomas Vorwerk

Nicht ungefährlich: Zwischen Schwichteler und Langförden müssen Radfahrer und Kraftfahrzeuge sich die Fahrbahn teilen. Foto: Thomas Vorwerk

Für drei neue Radwege entlang von Kreisstraßen hat sich der Rat der Gemeinde Cappeln in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. Die Voraussetzungen sind allerdings unterschiedlich. Während am Heerdamm zwischen Warnstedt und Darrel die Straße ohnehin saniert und verbreitert werden soll, geht es zwischen Schwichteler und Langförden sowie zwischen Cappeln und Nutteln ausschließlich um den Radweg. Das hat Auswirkungen auf den Cappelner Anteil an den Kosten

44.000 Euro Anteil am Heerdamm

Am Heerdamm kommt die Kommune noch recht günstig davon und wäre mit 44.000 Euro dabei. Dass überhaupt ein Zuschuss gegeben werden muss, liegt an einem Grundsatzbeschluss des Kreistages. Für den Ausbau der Straße sowie den Lückenschluss im Radwegenetz bis zur Gemeindegrenze nach Essen werden Gesamtkosten von zwei Millionen Euro veranschlagt. Aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) werden 60 Prozent erwartet und von den nicht geförderten Kosten trägt der Landkreis Cloppenburg 75 Prozent. Da der Radweg mit 440000 Euro angesetzt wird und der Gemeindeanteil dann noch bei zehn Prozent liegt, ergibt sich daraus der Zuschuss von 44.000 Euro.

Bis zu 443 Bäume werden gefällt

Die Radfahrer werden auf der Strecke einmal die Fahrbahn kreuzen müssen, was aber zur Folge hat, dass fast alle Anlieger einen direkten Zugang zum neuen Radweg haben. Der Bau geht aber auch mit Rodungsarbeiten einher. Je nach Variante müssen bis zu 443 Bäume gefällt werden. Bei zwei Enthaltungen hat sich der Rat für den Radweg ausgesprochen.

Für die Kreisstraße 171 Cappelner Straße/Nuttelner Straße sind aktuell keine Sanierungsarbeiten vorgesehen. Dort geht es ausschließlich darum, einen neuen Radweg zu erstellen und entsprechend fallen die anteiligen Kosten für Cappeln höher aus. Verschiedene Varianten stehen zur Diskussion. Ohne einer Alternative den Vorzug zu geben soll nach einstimmigem Beschluss beim Landkreis die Übernahme von 75 Prozent der nicht geförderten Kosten beantragt werden. Der Löwenanteil an den Gesamtkosten wird mit GVFG-Mitteln abgedeckt. Je nachdem, ob gleichzeitig eine Erneuerung im Bestand erfolgt und wie die Trasse verlaufen soll, liegt der Cappelner Anteil zwischen 180.000 und 245.000 Euro. 483.000 Euro wären es sogar, wenn die Führung über die Vosshöge erfolgen sollte.

Rückzug ist bis zur Auftragsvergabe möglich

Ratsherr Frank Garling (SPD) sorgte sich, dass sich die finanziellen Spielräume durch Corona unvorhersehbar verändern könnten und man den Rückzug aus dem Projekt einkalkulieren müsse. "Wir sind durch den Antrag nicht zum Bau verpflichtet. Bis zur Auftragsvergabe kann noch 'nein' gesagt werden", konnte Cappelns Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, Dirk Olliges, beruhigen. Ein abgeschlossenes Planfeststellungsverfahren habe zudem eine längere Gültigkeit und man könne zu einem späteren Zeitpunkt die Umsetzung angehen.

Ein eigenständiger Neubau für 750.000 Euro wird auch der Weg entlang der Langfördener Straße zwischen Schwichteler und der Kreisgrenze. GVFG-Mittel von rund 450.000 Euro stehen dort als mögliche Förderung im Raum und circa 225.000 Euro seitens des Landkreises Cloppenburg. Cappeln müsste aus dem eigenen Haushalt 750.00 Euro beisteuern.

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