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Putin: Keine Voraussetzung für Kriegsrecht in Russland

Viele Russen befürchten die baldige Ausrufung des Kriegsrecht in ihrem Land. Dem tritt Kremlchef Putin nun entgegen. Er bekräftigt außerdem seine Bedingungen für ein Ende des Krieges.

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Wladimir Putin: Die wichtigste Forderung ist die Entmilitarisierung der Ukraine. Foto: dpa/Gorshkov

Wladimir Putin: Die wichtigste Forderung ist die Entmilitarisierung der Ukraine. Foto: dpa/Gorshkov

Russlands Präsident Wladimir Putin sieht derzeit keine Voraussetzungen für die Ausrufung des Kriegsrechts in Russland. Für eine solche Lage seien eine Aggression von außen oder Kämpfe in konkreten Regionen erforderlich, sagte Putin am Samstag nach Angaben russischer Agenturen in Moskau.

"Aber wir haben eine solche Situation nicht, und ich hoffe, sie kommt auch nicht." Auch den Ausnahmezustand plane er nicht. Er trat damit Befürchtungen vieler Russen entgegen. Viele haben deshalb das Land schon verlassen.

Weil mehr und mehr Russen ihr Land verlassen wollen, weitet die finnische Bahn ihre Zugverbindung vom russischen St. Petersburg in die Hauptstadt Helsinki aus. Tausende seien bereits in Finnland angekommen, neben dem Schnellzug Allegro seien auch die Busse auf der rund 400 Kilometer langen Strecke zwischen St. Petersburg und Helsinki voll, berichtete der finnische Fernsehsender Yle.

Finnland: Züge in Gegenrichtung sind "praktisch leer"

Russland und Finnland sind Nachbarstaaten und haben eine gemeinsam Grenze von rund 1300 Kilometern Länge. "Wir versuchen mehrere Fahrten an mehreren Tagen in der nächsten Woche zusätzlich anzubieten", sagte ein Sprecher der finnischen Bahn dem Sender. "Die Züge in die Gegenrichtung sind praktisch leer", fügte er hinzu.

Einmal mehr wiederholte Putin seine Bedingungen für ein Ende des russischen Kriegs gegen die Ukraine. "Unsere Vorschläge liegen bei einer Gruppe von Unterhändlern aus Kiew auf dem Tisch. Wir hoffen, dass sie positiv darauf reagieren werden." Die wichtigste Forderung sei die Entmilitarisierung der Ukraine. "Wir müssen klar und deutlich wissen, welche Waffen wo sind und unter welcher Kontrolle sie stehen." Dazu würden verschiedene Optionen derzeit mit der ukrainischen Delegation diskutiert.

Nach Putins Angaben ist die "Zerstörung der militärischen Infrastruktur" in der Ukraine "als Teil der Operation (...) praktisch abgeschlossen". Er nannte etwa Waffen- und Munitionslager.

Allierte einig: Keine Nato-Flugzeuge überm ukrainischen Luftraum

Russlands Präsident Wladimir Putin hat vor der Durchsetzung einer Flugverbotszone über der Ukraine gewarnt. "Jede Bewegung in diese Richtung wird von uns als Teilnahme des jeweiligen Landes an einem bewaffneten Konflikt betrachtet", sagte Putin am Samstag bei einem Treffen mit Pilotinnen der Staatsfluggesellschaft Aeroflot. Es spiele dann auch keine Rolle, welcher Organisation diese Länder angehörten.

Die Nato hatte eine entsprechende Forderung der Ukraine bereits zurückgewiesen. Die Alliierten seien sich einig, dass Nato-Flugzeuge nicht im ukrainischen Luftraum operieren sollten, hatte der Generalsekretär des Militärbündnisses, Jens Stoltenberg, am Freitag gesagt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Nato-Staaten zuvor eindringlich aufgefordert zu verhindern, dass Russland weiter Luftangriffe auf sein Land starten könne.

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