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Preise für Osterfeiner Baugebiet festgelegt: Quadratmeter kosten 118 oder 128 Euro

Den CDU-Ratsherren Andreas Balster und Heinrich Lehmkuhl waren beide Preise entschieden zu hoch. Die anderen Ratsmitglieder hatten dagegen weder mit dem einen noch mit dem anderen Preis ein Problem.

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Preise festgelegt: Wer im neuen Osterfeiner Baugebiet „Auf dem Kirchesch“ ein Haus errichten will, zahlt pro Quadratmeter Grundstück 118 oder 128 Euro. Foto: dpa/Büttner

Preise festgelegt: Wer im neuen Osterfeiner Baugebiet „Auf dem Kirchesch“ ein Haus errichten will, zahlt pro Quadratmeter Grundstück 118 oder 128 Euro. Foto: dpa/Büttner

Auch wenn die beiden Christdemokraten Andreas Balster und Heinrich Lehmkuhl in der jüngsten Dammer Ratssitzung noch einmal heftig gegen die Grundstückspreise von 118 beziehungsweise 128 Euro pro Quadratmeter im neuen Osterfeiner Wohnbaugebiet Auf dem Kirchesch protestierten: Die Mehrheit des Rates winkte genau diese Preise durch.

Bei den Grundstücken für den Mietwohnungsbau wird die Stadt 198 Euro pro Quadratmeter verlangen. Hinzu kommen noch die Beiträge für den Schmutzwasseranschluss der Grundstücke, die der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband erheben wird.

"Die Preise müssen kostendeckend sein."Christa Kampsen, SPD

Die Sozialdemokratin Christa Kampsen hatte zu Beginn der Debatte unmissverständlich klargestellt: "Die Preise müssen kostendeckend sein." Die Stadt könne keine Grundstücke mit Steuergeldern subventionieren.

Andreas Balster und Heinrich Lehmkuhl forderten dagegen, den Quadratmeterpreis um 10 Euro zu senken. Das sei die Summe, die die Stadt wegen der langen archäologischen Ausgrabungen in dem Gebiet aufgeschlagen habe. Die Verwaltung hätte beim Land intervenieren müssen, weil sich die Ausgrabungen so lange hingezogen und schließlich 1,6 Hektar umfasst hatten. Untersuchungen auf 4000 bis 5000 Quadratmeter hätten gereicht.

Wolfgang Friemerding von der FDP-Fraktion zeigte Verständnis für den Unmut der beiden CDU-Ratsherren. Aber: Bei den Ausgrabungen werde es zukünftig Änderungen geben. So werde das Landesdenkmalschutzamt zum Beispiel rechtzeitig Sachstandsberichte abgeben.

Ja sagt der Rat zu den Ideen der "Wärmeversorgung Damme"

Befürwortet hat der Rat zwei Planungen der Gesellschaft "Wärmeversorgung Damme", die eine 100-prozentige Tochter der Stadt ist. Sie möchte auf dem Dach der früheren Marienschule eine Fotovoltaikanlage mit einer Leistung von 100 Kilowatt inklusive einem Stromspeicher und einer Wärmepumpe in der Heizzentrale am Grünen Weg für zusammen rund 300.000 Euro erstellen beziehungsweise einbauen.

Zudem begrüßte der Rat das Vorhaben der Gesellschaft, zukünftig auch privatwirtschaftliche Kunden mit Energie zu versorgen und nicht mehr nur öffentliche Gebäude.

Stadt investiert in Infrastruktur am Dümmer

Die Stadt wird sich, so ein weiterer Beschluss der Politiker, an den Kosten für den Bau einer Brücke auf dem Dümmerdeich über die Alte Hunte beteiligen. Sie wird rund 38.000 Euro übernehmen, ebenso viel wie die Landkreise Vechta und Diepholz, die Samtgemeinde Altes Amt Lemförde und der Verein Naturpark Dümmer. Die späteren Unterhaltungskosten teilen sich Damme und die Samtgemeinde.

Ebenfalls beteiligen wird sich die Stadt an den Kosten für den neuen Spielplatz und das neue Sanitärgebäude im Bereich des Olgahafens. Beide seien abgängig und müssten ersetzt werden, sagte der CDU-Ratsherr Bernard Decker aus Rüschendorf. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 600.000 Euro. Ein Drittel davon soll aus dem Förderprogramm Leader fließen. Den Rest wollen sich die Stadt und der Landkreis Vechta teilen.

Neu aufstellen möchte der Rat 6 Bebauungspläne für die Innenstadt. In ihnen soll geregelt sein, in welchen Bereichen in den Erdgeschossen von Gebäuden eine gewerbliche Nutzung zwingend vorgeschrieben ist, wo auch Dienstleistungen erlaubt sind und wo das Wohnen möglich sein soll. Für die Dauer der Neufassung der einzelnen Pläne verhängte der Rat eine Veränderungssperre.

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