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Politik nimmt sich der Verkehrssituation am Steinfelder Freibad an

Schule, Kita, Freibad, Stadion: An der Straße Zur Schemder Bergmark sind viele Kinder unterwegs. Das birgt hohes Gefahrenpotenzial.

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Wenn die Dammer Straße voll ist... weichen Autofahrer oft auf die Straße Zur Schemder Bergmark aus. Da dort viele Kinder unterwegs sind, birgt der Durchgangsverkehr hohes Gefahrenpotenzial. Die Politik will nun Vorschläge zur Verbesserung der Situation entwickeln. Foto: Timphaus

Wenn die Dammer Straße voll ist... weichen Autofahrer oft auf die Straße Zur Schemder Bergmark aus. Da dort viele Kinder unterwegs sind, birgt der Durchgangsverkehr hohes Gefahrenpotenzial. Die Politik will nun Vorschläge zur Verbesserung der Situation entwickeln. Foto: Timphaus

Die Fraktionen im Steinfelder Gemeinderat wollen Ideen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Bereich der Straße Zur Schemder Bergmark entwickeln. Das ist das Ergebnis einer Diskussion in der jüngsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Wirtschaftsförderungsausschusses. 

Die UWG/SPD-Gruppe hatte beantragt, ein Teilstück der Straße Zur Schemder Bergmark zu verlegen. Der Vorschlag sah den Bau einer neuen Straße vor, die an der Dammer Straße auf Höhe der Falkenstraße ansetzt und von dort aus südlich des Platzes drei des Falkenstadions verläuft. Die derzeitige Straße könnte einen Wendehammer erhalten. Vom Freibad bis zur Ziegelstraße würde nach dem Willen der Opposition ein Geh- und Radweg eingerichtet werden.

Zur Begründung führte die UWG/SPD-Gruppe das hohe Gefahrenpotenzial für Fußgänger und Radfahrer an. Mit der St.-Johannes-Schule, der Kindertagesstätte des Andreaswerks, dem Freibad und dem Falkenstadion seien vor allem von Kindern und Jugendlichen stark frequentierte Einrichtungen im Umfeld der Straße Zur Schemder Bergmark vorhanden.

Gemeindeverwaltung argumentiert gegen UWG/SPD-Vorschlag

Bauamtsleiter Heinrich Sandmann führte eingangs der Debatte aus, dass die Gemeinde in der jüngeren Vergangenheit den Flächennutzungsplan in diesem Bereich geändert hatte, um eine eventuelle Erweiterung der Kindertagesstätte sowie eine Wohnbebauung weiter südlich durch das Andreaswerk zu ermöglichen. Der von der Opposition eingebrachte Trassenverlauf sei ungeeignet. Unter anderem befürchtete die Verwaltung, dass mehr Durchgangsverkehr auf die Ziegelstraße geführt werde.

Bernard Zmijewski (UWG/SPD-Gruppe) sagte, der Trassenverlauf sei nur ein Diskussionsvorschlag. Wichtig sei es, die Situation vor Ort zu entzerren und den Durchgangsverkehr möglichst zu unterbinden.

"Die Fahrbahn ist schrott. Wir müssen uns ohnehin bald mit dem Thema beschäftigen."Christian Katzer, UWG-Ratsherr im Steinfelder Gemeinderat

Sein Parteikollege Christian Katzer verwies auf die Entwicklungsmöglichkeiten für Schule und Sport nach einer Straßenverlegung. Er meinte: "Die Fahrbahn ist schrott. Wir müssen uns ohnehin bald mit dem Thema beschäftigen." Er zitierte aus einem Gespräch mit Matthias Warnking, dem Geschäftsführer des Andreaswerks: "Wenn wir das Thema ansprechen wollen, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Sonst baut das Andreaswerk."

Bürgermeisterin sieht "gute Grundidee"

Steinfelds Bürgermeisterin Manuela Honkomp merkte an, dass der vorgeschlagene Trassenverlauf sich quer durch das Andreaswerk-Gelände ziehe. Auch werde das Erholungsgebiet Dammer Berge "angekratzt". Dies widerspreche früheren Ausführungen der UWG zur Stärkung dieses Gebietes "diametral". Gleichwohl gab Honkomp zu, dass "die Grundidee" gut sei. "Der Vorschlag ist aber noch nicht ausgereift." Zmijewski entgegnete, es sei an der Gemeinde, eine Trassenführung zu erarbeiten. Die Bürgermeisterin wies dies zurück. "Wir haben keinen Verkehrsplaner."

Michael Bavendiek (CDU) schlug vor, in den Fraktionen konzeptionell über eine verkehrliche Neuordnung des gesamten Umfeldes zu sprechen. "Wir können frei denken." Einzig auf die Landesstraße 846 (Dammer Straße) könne man nicht einwirken. Honkomp begrüßte, dass die Politik sich des Themas annehmen wolle. "Am Ende könnte auch herauskommen, dass sich ein Experte die Situation anschauen soll."

Der Antrag der UWG/SPD-Gruppe wurde mehrheitlich abgelehnt. Anschließend stimmten die Ausschussmitglieder dafür, in den Fraktionen über verkehrliche Lösungen nachdenken zu wollen.

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