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Politik lehnt Über- oder Unterquerung der B69 in Vechta ab

Radfahrer müssen auf der Strecke zwischen Langförden und Vechta lange Wartezeiten an der Ampel in Kauf nehmen. Gegen eine bauliche Lösung sprechen vor allem die Kosten.

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Radfahrer brauchen viel Geduld. Um die Bundesstraße 69 in Höhe der Aral-Tankstelle in Vechta überqueren zu können, kann es schon einige Minuten dauern, bis die Ampel auf Grün springt. Foto: Speckmann

Radfahrer brauchen viel Geduld. Um die Bundesstraße 69 in Höhe der Aral-Tankstelle in Vechta überqueren zu können, kann es schon einige Minuten dauern, bis die Ampel auf Grün springt. Foto: Speckmann

Wer mit dem Fahrrad zwischen Vechta und Langförden pendelt, muss zwangsläufig die Bundesstraße 69 überqueren. Das erfordert zuweilen viel Geduld. An der Oldenburger Straße in Höhe der Aral-Tankstelle stehen sich manche Radler die Beine in den Bauch, um die einzelnen Rot-Phasen der Ampel hinter sich zu lassen. Mit dieser Problematik hat sich jetzt zum wiederholten Mal die Politik beschäftigt.

In der jüngsten Sitzung des Ortsrates Langförden stellte Volker Lampe den Antrag, den Bau einer Über- oder Unterquerung der Bundesstraße in Höhe des Vardeler Weges zu prüfen. Eine Querungshilfe zur Buchholzstraße, Rudolf-Diesel-Straße oder Kopernikusstraße würde Zeit sparen und damit den Radweg am Alten Bahndamm zwischen Langförden und Vechta bedeutend attraktiver machen, meint der Ratsherr.

„Schulkinder brauchen bis zu 12 Minuten, wenn sie die Straße überqueren und korrekt fahren“, so der Vertreter der Wählerinitiative „Wir für Vechta“ (WfV) weiter. Um die Wartezeit zu umgehen, würden Radfahrer häufig schon bei Rot über die Bundesstraße fahren oder den Bereich auf anderen Wegen umgehen. Aus der Luft gegriffen sind die Schilderungen Lampes keineswegs, wie sich vor Ort täglich beobachten lässt.

Fachdienstleiter Jürgen Werring wies auf wesentliche Vor- und Nachteile einer Über- oder Unterquerung hin. Eine bauliche Maßnahme war bereits in der letzten Wahlperiode von der AfD-Fraktion gefordert und vom Stadtrat aus Kostengründen abgelehnt worden. „Bei einer Million sind Sie schnell dabei“, erklärte der Verwaltungsvertreter. Um eine Kostenschätzung zu bekommen, müsste die Stadt Vechta aber ein Planungsbüro beauftragten.

Ratsherr Jens Frye (FDP) stärkte Antragsteller Lampe den Rücken. Die Kommune solle die Machbarkeit hinterfragen, denn es gehe nicht nur um Schüler, sondern auch um den Zeitgewinn für Berufstätige. Die Erteilung eines Planungsauftrags lehnte der Ortsrat aber aus Kostengründen mehrheitlich ab. Zudem wurde befürchtet, dass die Baukosten nicht in Relation zum Nutzen stehen könnten.

Alternative Strecken für Radfahrer

Laut Werring gebe es abseits des Kraftfahrzeugverkehrs auf der Bundesstraße bereits sehr gute Verbindungen für Radfahrer, etwa im Bereich des Gewerbegebietes. Alternativstrecken seien nicht uninteressant, müssten aber gegebenenfalls ertüchtigt werden, meinte CDU-Fraktionsvorsitzender Günter Nyhuis. Er stimmte dem Vorschlag seiner Vorredner zu, eine Verbesserung der Ampelschaltung an der vielbefahrenen Kreuzung zu überprüfen.

Um den Radverkehr zu stärken, hatte Volker Lampe noch zwei weitere Maßnahmen angeregt, die durchaus auf Zustimmung im Ortsrat unter Vorsitz von Dirk Lübbe (CDU) stießen. Die Verwaltung soll die Installation einer Bedarfsampel an der Kreuzung Oldenburger Straße/Am Südfeld prüfen. Zudem soll im Rahmen einer Verkehrsschau geklärt werden, ob die vorhandene Ampel mit Blick auf das Industriegebiet an Wochenenden abgeschaltet werden könnte.

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