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Planung beginnt: Gemeinde Saterland will ein besseres Radwegenetz

Ein Arbeitskreis soll ein Konzept für das Saterland mitentwickeln. Beim ersten Workshop in Ramsloh zeigte die Bevölkerung allerdings noch wenig Interesse.

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Symbolfoto: dpa

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Die Gemeinde Saterland will ihr Radwegenetz ausbauen und verbessern. Dazu setzen Politik und Verwaltung auf Hinweise und Hilfe der Bevölkerung. Ganz wesentliche Fragen sollte vorab ein öffentlicher Workshop im Ramsloher Rathaus klären. Ziel war die Sammlung wichtiger Informationen für die Entwicklung eines Radwegekonzepts – und neben der Schaffung einer fahrradfreundlichen Infrastruktur auch, die Anreize zum Radfahren zu fördern.

Die Gemeinde geht davon aus, dass es dabei auf ein gut ausgebautes, attraktives und sicheres Radwegenetz in allen Ortschaften ankommt. Ein Arbeitskreis mit Ratsmitgliedern, Vertreters von Behörden, Schulen und Kindergärten soll dazu ganz konkrete Ergebnisse liefern. „Schließlich sind sie es, die Bürger, die die gemeindlichen Radwege am meisten nutzen und wissen, an welchen Stellen es für sie Verbesserungspotenzial gibt“, sagt Bürgermeister Thomas Otto. „Die Bürger sollen somit aktiv an der Erstellung des Radverkehrskonzepts mitarbeiten können. Wir wollen beim Radwegenetz Tempo machen.“ Beim Workshop hätten sich die Organisatoren allerdings mehr Beteiligung der Bürger gewünscht – die fiel recht knapp aus.

Zu Beginn des Workshops gab es dennoch reichlich Informationen durch Bauingenieur Fabian Roelcke vom Planungsbüro Roelcke und Schwerdhelm. Das Büro aus Varel begleitet das Projekt und wird ein Konzept erstellen. Etwa im Frühjahr 2023 soll es fertig sein. Eine erste Bestandsaufnahme und -analyse in den vergangenen 3 Monaten ergab, dass es noch etliche Schwachstellen im Radwegenetz der Gemeinde gibt. Die Gemeinde lässt sich die Expertise rund 30.000 Euro kosten.

Bürger sollen sich mit Vorschlägen und Anregungen einbringen

"So gibt es bei den Radwegen größere Herausforderungen im Bereich der Ortsdurchfahrten. Hier fehlt die einheitliche Gestaltung. Und es mangelt auch an Überquerungsstellen bei den Straßen. Teilweise fehlen die Sicherheitsräume“, erklärte Roelcke. Ins Auge fiel dem Fachmann auch die Beschilderung von Radwegen. Mal mit Gebot, mal ohne.

Weitere Schlagworte waren: Verbindung der Ortsteile, Anbindung an Nachbargemeinden, Mitnahme Rad im Öffentlichen Nahverkehr oder Netzlücken. All das wird das Büro in den kommenden Monaten unter die Lupe nehmen. „Das System Radverkehr soll seinen Platz nach angestrebten Standard im Gesamtsystem der Mobilität im Saterland erhalten“, so Fabian Roelcke. Er und die Verwaltung hoffen auf viele Anregungen und Vorschläge; per E-Mail an radverkehr@saterland.de.

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