Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Peter Böckmann und Kim Klostermann machen die Wahl erst möglich

Im Goldenstedter Rathaus gibt es einen Generationenwechsel im Wahlamt. Rund 30 Jahre lang sorgte Peter Böckmann für den reibungslosen Ablauf – am kommenden Sonntag zum letzten Mal.

Artikel teilen:
Alles ist vorbereitet: Peter Böckmann (links) war rund 30 Jahre lang für die Wahlen in Goldenstedt verantwortlich. Diese Aufgabe übernimmt nun Kim Klostermann (rechts). Bürgermeister Alfred Kuhlmann (Mitte) ist glücklich über den gelungenen Generationenwechsel. Foto: C. Meyer

Alles ist vorbereitet: Peter Böckmann (links) war rund 30 Jahre lang für die Wahlen in Goldenstedt verantwortlich. Diese Aufgabe übernimmt nun Kim Klostermann (rechts). Bürgermeister Alfred Kuhlmann (Mitte) ist glücklich über den gelungenen Generationenwechsel. Foto: C. Meyer

Rund 30 Jahre lang sorgte Peter Böckmann dafür, dass die verschiedenen Wahlen – seien es Kommunal-, Landtags-, Europa-, oder auch die Bundestagswahlen – reibungslos in Goldenstedt stattfinden konnten. Kommenden Sonntag ist die Bundestagswahl voraussichtlich die letzte Wahl, die er als Wahlsachbearbeiter begleitet.

Er blicke dem Tag aber entspannt entgegen, sagt der 65-Jährige. Er habe ja eine „würdige Nachfolgerin“, die „alles im Griff hat“. Kim Klostermann wird künftig die Aufgabe übernehmen. Im Sommer hat die 22-Jährige ihre Prüfung bestanden. Seitdem hat sie gemeinsam mit Peter Böckmann die Kommunalwahl sowie die bevorstehende Bundestagswahl vorbereitet.

Stimmzettel werden mehrfach kontrolliert

Eigentlich ist Böckmann seit dem vergangenen Jahr in Rente. Aber auf 450-Euro-Basis ist er im Rathaus unterstützend tätig und arbeitet den Nachwuchs ein. Die 3 Monate vor einem Wahltag seien der Hauptzeitraum für den Wahlsachbearbeiter, sagt Böckmann. Es sei ein „schleichender Prozess“, bei dem alles „peu à peu“ abgearbeitet werde. Dafür hänge im Büro ein Terminwahlkalender, der auf die wichtigen Punkte aufmerksam mache. Beispiele gefällig? Böckmann zählt auf: Die Wahlbenachrichtigungskarten müssen erstellt, gedruckt und versandt, die Wählerverzeichnisse angelegt, die Wahllokale eingeteilt und ausgestattet sowie die Wahlhelfer einberufen werden. Die Stimmzettel müssen frühzeitig erstellt und mehrfach von verschiedenen Personen kontrolliert werden.

Am Freitag vor einer Wahl werden alle Unterlagen gesammelt und gepackt, erklärt der 65-Jährige weiter. Samstags werden die Materialien zu den verschiedenen Wahllokalen gebracht. Am Wahlsonntag wiederum werden nach 18 Uhr die Wahlurnen von der Feuerwehr eingesammelt und ins Rathaus getragen. Dort müsse  schließlich alles sortiert und ausgezählt werden.

Kim Klostermann fühlt sich für Zukunft gewappnet

Ist in den vergangenen 30 Jahren denn mal etwas vorgefallen, das nicht hätte passieren dürfen? Nichts Gravierendes, kann Peter Böckmann stolz sagen. Dass ein Wahlergebnis mal rein rechnerisch keinen Sinn ergebe, das könne schon mal passieren. Aber dann werde eben noch einmal ausgezählt, sagt der 65-Jährige.

Und wie blickt Kim Klostermann auf ihre Premiere, die vergangene Kommunalwahl? „Spannend“ sei es gewesen, „mit Peter aber auch entspannt“, sagt sie. Sie habe viel fragen können und habe sich mit der Unterstützung sicher gefühlt. Für den kommenden Sonntag sei „das Gröbste“ schon erledigt, weshalb sie ebenfalls entspannt dem Tag entgegenblickt. Für die Zukunft, wenn sie die Verantwortung alleine tragen wird, fühlt Klostermann sich gut gewappnet.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Peter Böckmann und Kim Klostermann machen die Wahl erst möglich - OM online