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Perspektive Innenstadt: Verwaltung fängt nicht bei Null an

345.000 Euro stellt die Landesregierung der Stadt Friesoythe für die Entwicklung des Stadtzentrums zur Verfügung. Die Stadtverwaltung will dort insbesondere das Element Wasser erlebbar machen.

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Stadt am Fluss: Die Soeste versteckt sich in der Friesoyther Innenstadt tief in ihrem Bett. Mit den Fördermitteln aus dem Programm "Perspektive Innenstadt" will die Verwaltung den Fluss erlebbarer machen.  Foto: Stix

Stadt am Fluss: Die Soeste versteckt sich in der Friesoyther Innenstadt tief in ihrem Bett. Mit den Fördermitteln aus dem Programm "Perspektive Innenstadt" will die Verwaltung den Fluss erlebbarer machen.  Foto: Stix

Die Stadt Friesoythe erhält aus dem Förderprogramm "Perspektive Innenstadt", das die Landesregierung aufgelegt hat, um die Corona-Folgen für den innerstädtischen Handel abzufedern, 345.000 Euro. Gemeinsam mit dem 10-prozentigen Eigenanteil stehen damit fast 380.000 Euro für Maßnahmen zur Verfügung, mit denen die Attraktivität der Friesoyther Innenstadt gesteigert werden kann.

Bei den Planungen dafür fängt die Stadt nicht bei Null an. "Wir mussten mit dem Antrag konkrete Projekte benennen, die wiederum die 6 Handlungsfelder des Sofortprogramms spiegeln müssen", erläutert Marina Böckmann, die im Rathaus für das Stadtmarketing zuständig ist. Schon dabei galt es, auch finanzielle Vorgaben im Blick zu behalten: Für Investitionen hat das Programm eine Untergrenze von 50.000 Euro definiert, bei nicht-investiven Maßnahmen wie etwa der Erarbeitung von Konzepten, Strategien oder Gutachten sind es 30.000 Euro. 

Fachbüro soll Strategie für den Standort Friesoythe ausarbeiten

Mit den Mitteln aus dem Programm, für das die Landesregierung insgesamt 117 Millionen Euro aus der EU-Aufbauhilfe REACT zur Verfügung stellt, sollen die Krisenbewältigung sowie die grüne und digitale Transformation der Wirtschaft unterstützt werden. Die Kommunen sollen laut Richtlinie "Maßnahmen umsetzen, die die Innenstadtgestaltung an neue, durch die Covid-19-Pandemie verursachte oder verstärkte Herausforderungen anpassen". Förderfähig sind dabei auch Verknüpfungen von digitalen und stationären Angeboten und Lösungen zu Klimaschutz und Klimafolgenanpassung.

Die Stadtverwaltung hat für ihren Antrag auf ohnehin vorhandene Ideen zurückgegriffen. So wurde beispielsweise ein bereits geplanter Auftrag an ein Fachbüro aufgenommen, das eine Strategie für Friesoythe als Standort für Handel, Gastronomie, Dienstleistungen, aber auch Tourismus entwickeln soll. Da die Förderung des Klimaschutzes sich deutlich im Gesamtportfolio wiederfinden muss, ist auch ein Konzept für mehr Grün in der Stadt ein Ansatzpunkt.

Aktionskreis hat bereits Ideen für die Soeste entwickelt

Bei den investiven Maßnahmen hat die Verwaltung, so Bürgermeister Sven Stratmann, in der Antragstellung Ideen präsentiert, die schon im Zuge der Stadtsanierung erörtert wurden. "Ganz wichtig ist, dass wir das Element Wasser in der Innenstadt erlebbar machen", sagt er. Hierfür hat etwa der Aktionskreis "Wir gestalten unsere Stadt" bereits ein Konzept für Wasserfontänen an der Brücke über die Moorstraße entwickelt. "Im Bereich des Knotenpunktes, in der Wasserstraße oder auch in den anderen Innenstadtstraßen kann da Tolles entstehen", so Stratmann. "Auch die Gestaltung der Kreisel werden wir nochmal angehen.“ 

Die Ideen und Vorschläge würden mit den Anliegern besprochen und  auch den Ratsgremien zur Entscheidung vorgelegt, versichert Stratmann. Ein erstes konkretes Projekt muss bis spätestens 31. März bei der N-Bank beantragt sein. Antragsschluss für alle Einzelvorhaben ist der 30. Juni. "Da bleibt nicht mehr ganz so viel Zeit", sagt Böckmann. Spätestens am 31. März 2023 müssen alle Projekte dann abgeschlossen sein.

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