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Thema: EU-Migrationspakt mit der Türkei - Es ist gut und richtig, dass EU-Präsidentin Ursula von der Leyen jetzt das Abkommen erneuern will.

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An einen Erfolg, der auch den Betroffenen zugutekommt, mochten viele anfangs nicht glauben. Groß war die Skepsis, Kritiker sprachen damals nicht grundlos von einem Ausverkauf der humanitären Werte. Ja, der Migrationspakt der Europäischen Union zur Hochzeit der Flüchtlingskrise wirkte schon ein wenig nach einem Outsourcing der EU-Asylpolitik. Anerkennen muss man im Nachhinein, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ein maßgeblicher Motor des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei war, richtig handelte.

Denn der Erfolg besteht glücklicherweise nicht allein darin, die aus Syrien geflüchteten Menschen von der Balkanroute und damit von Europa fernzuhalten. Er ist auch daran erkennbar, dass der allergrößte Teil der seit Jahren in der Türkei lebenden syrischen Flüchtling auch dort geblieben ist. Dank der EU-Unterstützung besuchen deren Kinder dort Schulen, partizipieren Betroffene am Gesundheits- und Sozialsystem.

Bei aller sonst berechtigter Kritik an Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan muss man anerkennen, dass die Türkei etwa dreimal so viele Flüchtlinge aufgenommen hat wie ganz Europa. Es ist gut und richtig, dass EU-Präsidentin Ursula von der Leyen jetzt das Abkommen erneuern will, um Geflüchteten eine Perspektive zu bieten.

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