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Parteien müssen Muhle-Nachfolger suchen

Florian Ewald (SPD) sagt Nein; Jürgen Osterhues (CDU) schließt sich an. Ihre Namen werden genannt, wenn es um den Bürgermeisterkandidaten in Damme geht. Antreten möchten die beiden nicht.

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Am 1. November des kommenden Jahres zieht ein neuer Bürgermeister in das Rathaus ein. In den Parteien haben die Diskussionen begonnen, wie das Verfahren bei der Kandidatensuche aussehen könnte.  Foto: Lammert

Am 1. November des kommenden Jahres zieht ein neuer Bürgermeister in das Rathaus ein. In den Parteien haben die Diskussionen begonnen, wie das Verfahren bei der Kandidatensuche aussehen könnte.  Foto: Lammert

Nachdem nun klar ist, dass Damme ab dem 1. November 2021 einen neuen Bürgermeister bekommen wird, weil Amtsinhaber Gerd Muhle nicht erneut kandieren wird, sind die Parteien am Zug. Ein möglicher Nachfolger muss her. 

Am Mittwoch, dem Tag nach der Erklärung Gerd Muhles, ist naturgemäß fast alles offen, aber erste wichtige Aussagen sind bereits getätigt. Jürgen Osterhues, seit kurzem Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, schloss am Mittwoch eine Kandidatur für das Bürgermeisteramt aus. "Stand heute", sagt er.

FDP-Chef Bertelt sieht CDU in der Pflicht

Auch Florian Ewald, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat, will nicht antreten. Sein Name war in der Vergangenheit des Öfteren gefallen, wenn es um eine mögliche Muhle-Nachfolge ging.

Auch Heiko Bertelt, FDP-Vorsitzender und Fraktionschef der Liberalen, winkte ab: "Ich kandidiere nicht." Das könne er schon allein aus Altersgründen nicht mehr. Er war zweimal bei Bürgermeisterwahlen gegen Gerd Muhles Amtsvorgänger Hans-Georg Knappik angetreten.
Die Freidemokraten wollen nach Worten ihres Vorsitzenden am 21. August (Freitag) beraten, ob sie einen eigenen Bewerber ins Rennen schicken. Zunächst aber sieht Heiko Bertelt in der Kandidatenfrage die CDU in der Pflicht.

Auch CDU-Fraktionsvorstand will über Nachfolge sprechen

Bei der CDU, die 20 der insgesamt 29 Ratsmitglieder stellt, werden im Laufe der kommenden zwei bis drei Wochen Gespräche über das weitere Verfahren stattfinden. Der Fraktionsvorsitzende Frank Hörnschemeyer sagte, neben dem Stadtverbands- werde sich auch der Fraktionsvorstand mit der Thematik befassen. Denkbar sei derzeit vieles, erklärte er zum Prozedere weiter. Zu den Namen potenzieller Kandidaten, zu denen auch sein eigener gehört, wollte der Christdemokrat am Mittwoch noch keine Stellung beziehen.

Jürgen Osterhues sagte, die CDU müsse zunächst unter anderem klären, ob sie zum Beispiel versuchen solle, den Bürgermeisterkandidaten intern zu finden, über eine öffentliche Ausschreibung oder auf einem anderen Weg. Ferner müsse sie noch festlegen, welche Anforderungen sie an den Bewerber stellen wolle.

SPD spricht nächsten Mittwoch erstmals über Bürgermeisterwahl

Florian Ewald und die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ilse Honkomp erklärten, die Bürgermeisterwahl werde am Mittwoch kommender Woche nun zum Thema bei der Vorstandssitzung des SPD-Ortsvereins werden. Auch da dürfte es dann darum gehen, ob die Sozialdemokraten einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken wollen.

In dem Zusammenhang sagte der Fraktionsvorsitzende: Wenn es gelingen sollte, einen der jetzigen drei Fachbereichsleiter im Rathaus – das sind Werner Fischer (Finanzen), Rolf Mähler (Planen und Bauen) sowie Mike Otte (Bürgerservice und Soziales) – als Bewerber zu gewinnen, sei die Chance hoch, dass die SPD diese Kandidatur unterstützt.

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