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Osterfeine, Rüschendorf und Co. sollen noch schöner werden

Das Projekt Dorfentwicklung in Damme-Ost läuft weiter. Bürgermeister Gerd Muhle stellte in einer digitalen Bürgerversammlung vor, welche Projekte realisiert wurden. Interessierte können sich bewerben.

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Moderator: Bürgermeister Gerd Muhle leitete durch die digitale Versammlung. Foto: Schmutte

Moderator: Bürgermeister Gerd Muhle leitete durch die digitale Versammlung. Foto: Schmutte

Welche Möglichkeiten und Vorteile das Dorfentwicklungsprogramm und Quartierskonzept in der Dorfregion Damme-Ost (Osterfeine, Rüschendorf, Dümmerlohausen, Klünenberg und Langenteilen) bieten, war das Thema der ersten digital durchgeführten Bürgerversammlung. Bürgermeister Gerd Muhle hatte dazu eingeladen. Die zugeschalteten Teilnehmer erhielten umfassende Informationen.

Der Start des Dorfentwicklungsprogramms sei von großer Skepsis begleitet gewesen. Heute sei er mit dem Erreichten sehr zufrieden, sagte der Bürgermeister. Dass sich Aufwand und Geduld gelohnt hätten, werde an den umgesetzten Projekten in Rüschendorf und Osterfeine deutlich, bald auch an dem Ausbau des Rad- und Gehwegs entlang der Dümmerstraße in Dümmerlohausen.

9 Maßnahmen seien bereits gefördert worden, 10 stünden noch aus, berichtete Projektleiter Holger Brörkens von der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG). Dafür seien eine Million Euro an Zuschüssen aus dem Dorferneuerungsprogramm geflossen, weitere 800.000 Euro seien bereits bewilligt. Mit den aufzubringenden Eigenmitteln liege das gesamte Investitionsvolumen bei 4 Millionen Euro.

Die Liste möglicher Förderprojekte ist lang

Gefördert werden Privatpersonen, Vereine, Kirchen und Kommunen, wenn die Projekte zu den Zielen des Dorfentwicklungsplans passen. Das Ziel ist es, die Wohn- und Lebensqualität in den Dörfern zu erhalten und auszubauen.

Holger Brörkens stellte eine lange Liste mit Projekten vor, die gefördert werden können. Das sind zum Beispiel die Sanierung oder Umnutzung ortsbildprägender oder landschaftstypischer Gebäude; die Schaffung, der Ausbau oder die Erhaltung von Freizeit- und Naherholungseinrichtungen; Gemeinschaftseinrichtungen oder Mehrfunktionshäusern; Dorf- und Nachbarschaftsläden; Kleinstunternehmen, auch mobile, die zur Grundversorgung des täglichen Bedarfs beitragen. Die Handlungsfelder Klimaschutz und Natur gewinnen laut Holger Brörkens immer mehr an Bedeutung.

Die Liste ist nicht abschließend. Wer eine Idee hat, den forderte Holger Brörkens auf, sich in jedem Fall unverbindlich zu melden. In einem Gespräch könnte die Förderwürdigkeit abgeklärt werden. Auch bei der Antragstellung würde unterstützt. Eine gute Begründung sei dabei wichtig, da jeder im Zuteilungsverfahren in Konkurrenz zu anderen Antragstellern stehe. Der richtige Ansprechpartner könne durch Roman Fehler von der Stadtverwaltung vermittelt werden. Für Maßnahmen, die für 2022 geplant sind, ist der Stichtag für die Antragstellung der 15. September 2021. Bevor der Bewilligungsbescheid vorliegt, darf mit der Umsetzung der Maßnahme nicht begonnen werden.

Sanierungen mit hohen Steuerersparnissen möglich

Für die 5 Ortschaften der Dorfregion Damme-Ost ist jeweils ein integriertes energetisches Quartierskonzept nach Vorgaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erarbeitet worden, ein nach Angaben der Stadt deutschlandweit einmaliger Ansatz. Dadurch ergeben sich neben den Fördermöglichkeiten durch die Dorfentwicklung erhebliche einkommensteuerliche Abschreibungsmöglichkeiten.

Brigitte Vorwerk von der Gesellschaft BIG Städtebau erläuterte, dass nicht nur energetische Gebäudesanierungen davon betroffen seien, sondern etwa auch Umbaumaßnahmen, die der Barrierefreiheit dienen. Bei einer Sanierungssumme von 80.000 Euro wären nach ihrer Beispielrechnung (einkommensabhängig) eine Steuerersparnis in Höhe von 25 .200 Euro in 10 Jahren zu erzielen.

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