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Ortsentwicklung: Bürger sollen eigene Ideen beisteuern

Die Gemeinde Essen geht mit einem Genossenschaftsmodell an den Start. Es lockt ein praller Fördertopf. Die Aussichten stehen nicht schlecht.

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Neue Mitte: Der Kindercampus soll demnächst das Ortsbild in Essen prägen.    Foto: G. Meyer

Neue Mitte: Der Kindercampus soll demnächst das Ortsbild in Essen prägen.    Foto: G. Meyer

Um das Ortszentrum für die Zukunft fit zu machen, beantragt  Essen  öffentliche Mittel. Als eine von bundesweit 238 Kommunen hat sich die Gemeinde um die Aufnahme in das Förderprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" beworben. Ziel ist vor allem, die Bürger an der Ortsentwicklung zu beteiligen. 

Konkret geht es um die Entwicklung neuer Konzepte zur Verbesserung von Mobilität,  Nahversorgung, Gastronomie und Wohnqualität. Dazu soll auch eine gemeinwohlorientierte Bürgergenossenschaft mitsamt Verfügungsfonds gegründet werden, teilte Bürgermeister Heiner Kreßmann im Gemeinderat mit. Er setzt auf die Kreativität der Bewohner. Sie sollen sich nach Kräften einbringen und die Projekte aktiv begleiten.  

In den Ortskernen spielen Themen wie der demografische Wandel, die Nachfrage nach sozialen Dienstleistungen und alternative Wohnkonzepte inzwischen eine wachsende Rolle. Das hat auch das Bundesinnenministerium erkannt und im vergangenen Jahr ein neues Programm aus dem Boden gestampft. Kommunen, die bis Mitte September die Antragsunterlagen einreichten, haben jetzt Aussicht, in den kommenden 3 Jahren Geld aus dem mit 250 Millionen Euro gefüllten Fördertopf zu erhalten. Die Gemeinde Essen gehört ebenso wie Garrel dazu. 

Gemeinde übernimmt Eigenanteil

Die genaue Ausarbeitung der Projekte übernehmen Fachbüros. Die Kosten dafür würden sich in Essen auf 302.000 Euro belaufen, von denen der Bund den Löwenanteil von fast 220.000 Euro übernimmt. 73.125 Euro müsste die Gemeinde selbst beisteuern. Der Rat bewilligte den Eigenanteil, der auf die Jahre 2023 bis 2025 gestreckt werden soll. CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Meyer lobte das Vorhaben und hob vor allem den bürgerorientierten Ansatz hervor. 

Das Zuwendungsverfahren läuft. Ansprechpartner der Kommunen ist das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Es gelte nun, die Interessensbekundungen weiterzuentwickeln und auszuarbeiten, heißt es ein wenig verworren. Die positive Resonanz auf den Projektaufruf zeige den großen Handlungsbedarf in den Innenstädten. Sie belege zugleich das große Potenzial an guten Ansätzen und Ideen, die in vielen Städten vorhanden seien. 

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