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Ortsdurchfahrt Langförden fehlt noch im Haushaltsplan

Die Realisierung des letzten Bauabschnitts hängt von weiteren Fördermitteln ab. Die Verwaltung zeigt aber auf, wohin im nächsten Jahr mehr als 3 Millionen Euro fließen sollen.

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Die Warnhinweise werden noch eine Weile an der Ortsdurchfahrt in Langförden stehen. Um das letzte Teilstück zwischen Bomhofer Weg und Bundesstraße 69 ausbauen zu können, braucht die Kommune die Zusage von Fördermitteln. Foto: Speckmann

Die Warnhinweise werden noch eine Weile an der Ortsdurchfahrt in Langförden stehen. Um das letzte Teilstück zwischen Bomhofer Weg und Bundesstraße 69 ausbauen zu können, braucht die Kommune die Zusage von Fördermitteln. Foto: Speckmann

Die Stadt Vechta plant für das nächste Haushaltsjahr mit einem Investitionsvolumen von fast 28 Millionen Euro. Davon fließt ein nicht unerheblicher Teil in den Raum Langförden. Dort sollen mehr als 3 Millionen Euro für verschiedenste Maßnahmen aufgebracht werden. Mit Blick auf die Infrastruktur gibt es allerdings noch einige bedeutende Vorhaben, die weiter auf sich warten lassen.

Die Verwaltung gab am Montagabend in der öffentlichen Sitzung des Ortsrates Langförden einen Einblick in das umfangreiche Zahlenwerk, das in der kommenden Woche vom Stadtrat verabschiedet werden soll. Der Entwurf stieß bei den Beratungen im "Hotel- und Saalbetrieb Am Dom" auf breite Zustimmung, auch wenn mit dem dritten und letzten Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt eine erhoffte Position im Investitionspaket fehlte.

"Die Mittel werden wir wohl noch nicht zurücklegen müssen", meinte CDU-Fraktionschef Günter J. Nyhuis achselzuckend. Selbst wenn im nächsten Frühjahr eine Zusage für die erhofften Fördermittel käme, werde es wohl noch bis zum Jahr 2023 dauern, ehe die Kommune mit den Arbeiten auf dem letzten Teilstück zwischen dem Bomhofer Weg und der Bundesstraße 69 beginnen könne.

Landkreis Vechta will Verkehrszahlen erheben

Bei diesem Thema lag die Frage nach der Ortsumgehung nahe, die seit geraumer Zeit von Politikern und Bürgern gefordert wird, um den Schwerlastverkehr aus dem Ort herauszubekommen und damit die Sicherheit zu erhöhen. Hier gibt es nach den Forderungen im Wahlkampf mittlerweile erste Gespräche zwischen der Stadt und dem Landkreis, der als Straßenbaulastträger für die Kreisstraße zuständig ist.

"Der Landkreis Vechta wird im nächsten Jahr Verkehrszahlen erheben", teilte Fachbereichsleiterin Christel Scharf am Montagabend auf Nachfrage aus dem Ortsrat mit. Ziel sei es, sich zunächst ein Bild von der Verkehrsbelastung in Langförden zu machen, um eine Grundlage für weitere Beratungen zu haben. Bis zur Einleitung eines Planfeststellungsverfahren dürfte es aber ein weiter Weg sein.

In greifbare Nähe rückt hingegen der langersehnte Bau eines Radweges zwischen Langförden und Bühren. Scharf wollte auf Nachfrage eines Bürgers keine Versprechungen machen, aber sie äußerte sich vorsichtig optimistisch, dass noch vor Weihnachten über den Förderantrag entschieden werde. Sollten die Bundesmittel fließen, könne die Ausschreibung erfolgen und im Frühjahr mir den Bauarbeiten begonnen werden.

Die Kindertagesstätte an der Straße Jans-Döpe soll im Frühjahr 2022 fertiggestellt werden. Die verbleibenden Mittel für den rund 4,2 Millionen Euro teuren Neubau sind im Haushalt ebenso berücksichtigt wie für das Inklusionshaus in Deindrup. Es soll rund 1,7 Millionen Euro kosten. Die Anschaffung von raumlufttechnischen Anlagen für die Grundschule schlägt mit 468.000 Euro zu Buche. 80 Prozent werden durch Fördermittel abgedeckt.

Ortsrat wünscht sich detaillierte Zahlen

Wie Kämmerer Karl-Heinz Bothe bei der Präsentation des Haushaltsentwurfs ausführte, steht auch der Endausbau für das Wohngebiet westlich des Aphasie-Zentrum bevor. Bei dem veranschlagten Betrag in Höhe von 150.000 Euro handele es sich zunächst um eine Anschubfinanzierung. Die Kalkulation sei auf 2 Jahre angelegt. Der Restbetrag in Höhe von 300.000 Euro sei für das Jahr 2023 eingeplant.

Der neue Ortsbürgermeister Dirk Lübbe (CDU) begrüßte das vorliegende Zahlenwerk und hob lobend hervor, dass die Stadtverwaltung die ortsbezogenen Zahlen schon deutlich transparenter aufgeschlüsselt habe als in früheren Jahren. Gleichwohl wünschten sich Lübbe und weitere Ratskollegen einen konkreten Vergleich zwischen Langförden und Stadt bei Steueraufkommen und Ausgabenlast.

Welchen Anteil Langförden zum Gesamtergebnis der Stadt Vechta beisteuert und ob dabei möglicherweise ein Ungleichgewicht zum Nachteil Langfördens besteht, lässt sich nach Angaben der Verwaltung nicht verlässlich darstellen. "Das kann man nicht abgrenzen", sagte Bürgermeister Kristian Kater (SPD). Er appellierte an den Gemeinschaftssinn. Wichtig sei es, gute Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen.

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