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Oldenburgs Oberbürgermeister Krogmann ruft zum Energiesparen auf

"Jede einzelne Maßnahme mag klein wirken", sagt Jürgen Krogmann. Eine Senkung der Raumtemperatur sei vorstellbar, das gelte für Verwaltung, Schulen und weitere öffentliche Einrichtungen.

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Jürgen Krogmann spricht während einer Pressekonferenz. Foto: dpa/Steffen

Jürgen Krogmann spricht während einer Pressekonferenz. Foto: dpa/Steffen

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat Wirtschaft, Verwaltung und private Haushalte zu einem sparsamen Umgang mit Energie aufgefordert. "Es gibt durchaus ein Potenzial, das mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen schnell genutzt werden könnte", sagte der SPD-Politiker der Oldenburger "Nordwest-Zeitung" (Freitag). Seit Ende März befasse sich eine ämterübergreifende Projektgruppe mit den Einsparpotenzialen bei städtischen Gebäuden – in vielen Fällen könne der Energiebedarf zwischen 10 und 20 Prozent gesenkt werden.

"Jede einzelne Maßnahme mag klein wirken", sagte Krogmann. "In der Summe aber können wir gemeinsam eine größere Wirkung entfalten, als wir vielleicht annehmen." Jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht werde, helfe dabei, die Gasspeicher zu füllen. "Alle müssen den Ernst der Lage begreifen. Jede Kilowattstunde, die wir heute nicht verfeuern, trägt dazu bei, unsere Versorgung in diesem und im nächsten Winter zu sichern."

Krogmann betonte: "Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass das Maßnahmenpaket auch unangenehme Dinge enthält. Niemand soll frieren, aber: Jedes Grad macht einen Unterschied." Eine Senkung der Raumtemperatur sei vorstellbar, das gelte für Verwaltung, Schulen und weitere öffentliche Einrichtungen und würde den Energieverbrauch um 10 bis 15 Prozent drosseln. Denkbar sei auch, die Außenbeleuchtung öffentlicher Gebäude außer Betrieb zu nehmen, Ampelanlagen nach 22 Uhr abzuschalten oder die Straßenbeleuchtung zu reduzieren. Geprüft werde zudem, Schwimmbäder in den Sommerferien bis Ende August zu schließen. Eine Entscheidung solle «in Kürze» fallen.

Der Erdgasverbrauch der städtischen Liegenschaften beträgt laut Krogmann rund 41 Millionen Kilowattstunden im Jahr, der Stromverbrauch liegt bei rund 12 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Sowohl beim Gas- als auch beim Stromverbrauch rangierten die Schulen an erster Stelle, sie verbrauchten 67 Prozent des gesamten Erdgasbedarfs und 50 Prozent des Strombedarfs.

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