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Oldenburger Weg: Anwohner fordert mehr Kontrollen und behördliche Initiative

Harald Busken sieht zurzeit viele Autos und Lkw vor seiner Haustür vorbeifahren, die dort eigentlich nichts zu suchen haben. Dagegen unternommen werde wenig.

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Oldenburger Weg: Eine von einigen maroden Straßen in Bösel. Ob und an welcher Höhe sich die Anlieger im Falle einer Sanierung beteiligen müssen, will die Politik zeitnah diskutieren.  Foto: Wimberg

Oldenburger Weg: Eine von einigen maroden Straßen in Bösel. Ob und an welcher Höhe sich die Anlieger im Falle einer Sanierung beteiligen müssen, will die Politik zeitnah diskutieren.  Foto: Wimberg

Als „größte Enttäuschung des Abends“ hat Bösels Bürgermeister Hermann Block, der am Sonntag mit 56,41 Prozent im Amt bestätigt wurde, sein Wahlergebnis in Petersdorf bezeichnet. Das in der Mehrzweckhalle eingerichtete Wahllokal konnte er nicht gewinnen und erreichte nur 47,44 Prozent. Die Gründe für die mangelnde Unterstützung sieht der Verwaltungschef vor allem in der aktuellen Sanierung der Ortsdurchfahrt, die bereits seit geraumer Zeit gesperrt ist. Die mit der Umgestaltung der Kreisstraße verbundenen Probleme würden jedoch allein der Gemeinde zugeschoben.

Statt der großräumig eingerichteten Umleitung nutzen viele ortskundige Auto- und Lkw-Fahrer, wie berichtet, die Nebenstraßen und sorgen für ein hohes Verkehrsaufkommen. Auch der Oldenburger Weg zwischen beiden Gemeindeteilen gehört im Wesentlichen dazu und die Löcher wurden in der vergangenen Woche wieder gestopft. Insgesamt habe die Gemeinde bereits 50.000 Euro für die Behebung von Schäden auf den verschiedenen strapazierten Seitenstraßen ausgegeben, informierten dazu Block und Bauamtsleiter Christoph Burtz.

Selbst Sattelzug aus Münster kurvt durch den Außenbereich

Für Harald Busken als Anlieger des Oldenburger Weges kein reines Problem der zurzeit noch gesperrten Durchfahrt. „Wir leben seit vielen Jahren mit einer schlechten Wegstrecke und jedes Jahr müssen Löcher ausgebessert und die Seitenränder geebnet werden“, sagte der Petersdorfer, der die Fahrzeuge, die vor seiner Tür nichts zu suchen haben, nicht immer nur einfach passieren lässt. Busken notiert Kennzeichen, fährt auch mal hinterher, greift zum Hörer und kontaktiert Gemeinde- und Kreisverwaltung.

Neben Cloppenburger Nummernschildern sind es Fahrer aus dem Ammerland, Oldenburg und dem Emsland – und dass der Sattelzug aus Münster zum wiederholten Mal durch den Außenbereich kurvt, „ist schon erstaunlich“, so Busken. Der „immense Betrieb“, unter dem der Weg zurzeit jedoch extrem leide, sei nicht wegzudiskutieren, aber „Kontrollen sind Fehlanzeige“, beklagt der 63-Jährige und fordert mehr behördliche Initiative und „weniger Planlosigkeit“.

Schilder seien an verschiedenen Stellen viel zu spät oder gar nicht aufgestellt worden. „Wenn überhaupt, wird immer erst dann reagiert, wenn man sich beschwert“, berichtet der Unternehmer.

Die größte Sorge der Anlieger sei jedoch, dass der Oldenburger Weg aufgrund seines maroden Zustands umfangreich saniert werden müsse und die Anlieger, die "dafür nichts können", dann die hohen Kosten zu tragen hätten. Wie berichtet, möchte das die FDP-Fraktion grundsätzlich verhindern und hat die Aufhebung der Straßenausbaubeiträge in Bösel gefordert.

Über Zukunft des Oldenburger Weges noch nichts entschieden

„Kein neues Thema“, sagt Bürgermeister Block. Und die politischen Gremien würden sich noch im ersten Halbjahr mit allen zur Verfügung stehenden neuen Optionen auseinandersetzen und diskutieren, welche Varianten und Finanzierungsmöglichkeiten sie, angefangen von wiederkehrenden Beiträgen bis zur Verrentung, anwenden wollen.

Wer grundsätzlich auf Anliegerbeiträge verzichten wolle, müsse sich auch überlegen, wie die Ausbauten und Sanierungen von Steuergeldern finanziert werden sollen. Darüber hinaus würden Begehrlichkeiten wachsen. „Wenn man zahlen muss, ist die Straße noch gut. Wenn nicht, soll sie möglichst sofort saniert werden.“

Über die Zukunft des Oldenburger Weges sei noch rein nichts entschieden, die Höhe möglicher Anliegerbeiträge schon gar nicht. Er sei zwar abgängig, „doch er ist eine von vielen Straßen“, so Block. Wie Bauamtsleiter Christoph Burtz mitteilte, ist die Trasse als Gemeindeverbindungsstraße eingestuft. Im Falle einer Sanierung würden die Gemeinde nach der aktuell noch geltenden Satzung 70 Prozent und die Anlieger 30 Prozent der Kosten tragen.

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