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Oberschule Garrel: Diskussion über Zustand der Fachräume erhitzt Gemüter

Der Zustand des Biologie- und des Physikraums an der Oberschule Garrel ist schlecht. Das hat die Gemüter während der jüngsten Sitzung des Schul- und Jugendausschusses kurzzeitig erhitzt.

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Braucht einen neuen Anstrich: Die Fassade des Eingangs der Oberschule Garrel soll mit Holzplatten saniert werden. Foto: Hoff

Braucht einen neuen Anstrich: Die Fassade des Eingangs der Oberschule Garrel soll mit Holzplatten saniert werden. Foto: Hoff

Für kurze Zeit stockte Bürgermeister Thomas Höffmann der Atem, als bei der jüngsten Sitzung des Schul- und Jugendausschusses der Vorwurf aufkam, der Zustand der Fachräume der Oberschule Garrel sei "gefährlich". Hintergrund: Beim Tagesordnungspunkt Schulhaushalte kritisierte Zweiter Konrektor Stefan Hack, dass die Neuausstattung besagter Räume erneut zurückgestellt werde: "Das Inventar ist in einem wirklich schlechten Zustand, die Holzverkleidungen sind teilweise nicht mehr vorhanden oder abgeplatzt." Zuspruch erhielt er von Ratsherr Dirk Koopmann: "Die CDU-Fraktion stellt den Antrag, die Fachräume jetzt schon mit neuem Inventar auszustatten und dementsprechend das Geld dafür bereitzustellen."

Heike Robke, die für die Sozialdemokraten einen ähnlichen Antrag formulierte, sprach sogar von einem "gefährlichen Zustand des Biologie- und Physikraums". Diesen Vorwurf wies Bürgermeister Thomas Höffmann weit von sich: "Unterstellungen, dass aufgrund des Zustands der Fachräume Gefahren bestehen, lasse ich nicht gelten. Wir haben hier sicherlich keine Sicherheitslücke, die Räume sind lediglich in die Jahre gekommen." Robke ergänzte: "Mir liegen Bilder der Räume vor und ich muss sagen, ich bin von dem Zustand schockiert." Es handle sich hierbei nicht nur um Schönheitsgeschichten, sondern Schüler könnten sich auch verletzen. Dirk Koopman kürzte die Diskussion ab, "wir sind uns alle einig, dass es Handlungsbedarf gibt". Schließlich stimmte das Gremium einstimmig dafür, dass die Fachräume bereits 2022 neues Inventar erhalten.

Fassade des Haupteingangs der Oberschule Garrel soll mit Holzplatten saniert werden

Ebenso soll auch die Fassade des Haupteingangs der Oberschule Garrel mit Holzplatten saniert werden. Dr. Christoph Penning (CDU) argumentierte: "Wir haben diesen Punkt schon viele Jahre immer wieder zurückgestellt, sollten aber jetzt Planungskosten in den kommenden Haushalt einstellen. Der Haupteingang wird von Lehrern, Schülern, der Politik und Besuchern, etwa bei den Aufführungen der plattdeutschen Theaterstücke, genutzt und sollte daher eine Aufwertung erfahren, um so die Außenwirkung des Gebäudes zu verbessern." Auch dieser CDU-Antrag fand einhellige Zustimmung. 

Für Verwunderung sorgte die Aussage, dass Schulbereisungen, wie sie es sonst in den Jahren vor Corona immer gegeben hatte, in Zukunft nicht mehr stattfinden sollen. Thomas Höffmann erklärte: "Die jährliche Tour durch die Gemeinde Garrel kam bei den Schul- und Kita-Leitungen leider nicht immer gut an." Professor Dr. Markus Kemper (BfG) zeigte sich irritiert: "Ich halte die Bereisungen für ausgesprochen sinnvoll und wichtig, um sich einen Überblick über den Zustand der jeweiligen Bildungseinrichtungen zu verschaffen."

"Wir haben viele Neulinge im Rat, die den Zustand der Schulen gar nicht kennen"Heike Robke (SPD)

Heike Robke hatte zuvor in der Diskussion um die Fachräume sogar den Antrag gestellt, im nächsten Jahr zunächst eine Bereisung durchzuführen, bevor man überhaupt über Investitionen entscheide: "Wir haben viele Neulinge im Rat, die den Zustand der Schulen gar nicht kennen." Der Antrag wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt.

Lars Bünger, Schulleiter der Grundschule Tweel, erklärte: "Uns ist der Austausch grundsätzlich wichtig. Aber bei der Bereisung kommen viele Menschen mit dem Bus vorgefahren, die wenig Zeit haben. Als Schulleiter ist es dann schwer zu vermitteln, was einem wirklich am Herzen liegt. Vielleicht lässt sich das Grundkonzept anpassen." Gleichstellungsbeauftragte Maria Hackstedt ergänzte, dass man von den Bereisungen doch viele wichtige Eindrücke mit nach Hause nehme, auch wenn man nicht alles vor Ort besprechen könne.

Ausschussvorsitzender Rainer Engelmann notierte sich die Anmerkungen: "Ich werde die Wünsche und Anregungen weitergeben."

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