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NRW-Minister Laumann gefällt die SPD besser als die Grünen

Der Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen ist zu Gast im CDU-Wahlkampfhaus in Vechta gewesen. Ein Thema der Veranstaltung war die  Arbeit in den Schlachthöfen.

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Podiumsdiskussion über die Zukunft im ländlichen Raum: Helmut Steinkamp (von links), Jan Hoyer, Silvia Breher und Minister Karl-Josef Laumann. Foto: Esslinger

Podiumsdiskussion über die Zukunft im ländlichen Raum: Helmut Steinkamp (von links), Jan Hoyer, Silvia Breher und Minister Karl-Josef Laumann. Foto: Esslinger

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales aus Nordrhein-Westfalen, bekannt für klare Worte, ist bei einer Veranstaltung des Kreisverbandes Vechta der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) im CDU-Wahlkampfhaus in Vechta seinem Ruf gerecht geworden. Unter der Moderation von Helmut Steinkamp aus Neuenkirchen und Jan Hoyer aus Bakum, ging es um die "Zukunft im ländlichen Raum".

Auf die Arbeit in den Schlachthöfen angesprochen, sagte Minister Laumann: "Ohne Corona hätten wir das Arbeitsschutz-Kontrollgesetz nicht hinbekommen. Vor Corona wusste in den Schlachthöfen keiner, wer und wie lange er dort arbeitet, wo er wohnt und vieles mehr." Das habe sich total geändert. Alle Mitarbeiter müssten bei den Betrieben angestellt werden und "wir haben Schluss gemacht mit den Menschenhändlern".

Dienstzeitregelungen in der Pflege sind ein Problem

In seinem Bundesland bekomme man derzeit 600 Arbeiter direkt über die Arbeitsagenturen der osteuropäischen Länder. "Die haarsträubenden Verhältnisse im Arbeits- und Wohnbereich sind vorbei", so Laumann. Man benötige allerdings die Mitarbeiter, aus dem Ausland, da hiesige Arbeiter nicht zur Verfügung ständen.

Der Arbeitsminister sprach auch die Arbeitsverhältnisse in den Pflegeberufen an. Hier sei das Gehalt der Pflegekräfte ganz ordentlich, da es ja Tarifverträge gebe. Nur die Dienstzeitregelungen seien ein Problem, um Beruf und Familie in Einklang zu bringen. Hier bestehe noch Handlungsbedarf. Weiterer Punkt der Veranstaltung, in die auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Silvia Breher einbezogen wurde, war die hausärztliche Versorgung in den ländlichen Gebieten. Minister Laumann vertrat dabei die Auffassung, dass die kassenärztlichen Vereinigungen in den ländlichen Gebieten eine höhere Vergütung als in den Großstädten zahlen müssten. Eine anwesende Vechtaer Ärztin schlug in diesem Zusammenhang vor, bei den Medizinstudenten/innen eine Männerquote einzurichten. 80 Prozent der angehenden Mediziner seien Frauen.

Weiteres Thema: der Mindestlohn

Weitere Themen waren der Personennahverkehr im ländlichen Bereich, der Mindestlohn und die Wiederverwertung der Kunststoffe. Das Thema Mindestlohn erledige sich dadurch, dass immer mehr tariflich bezahlte Arbeitsplätze zur Verfügung ständen, sagte Karl-Josef Laumann. Auf die abschließende Frage an den Arbeitsminister zu einer künftigen Koalition nach der Bundestagswahl im September, erklärte Laumann kurz und knapp: "Die SPD gefällt mir besser als die Grünen."

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