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Normal ist diese Partei nicht

Thema: AfD hält Präsenzparteitag in Dresden ab - Der rechte Rand hat sich längst flächendeckend durchgesetzt. Von Normalität kann da nicht mehr gesprochen werden.

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Deutschland steckt mitten in der 3. Corona-Welle und der Alternative für Deutschland (AfD) fällt nichts Besseres ein, als mit rund 570 Delegierten einen Präsenzparteitag in Dresden abzuhalten. Was andere Parteien online hinbekommen, da zeigt sich die AfD rückständig und nimmt die Gefahr neuer Infektionen in Kauf. Es drängt sich der Verdacht auf, dass es sich insbesondere auch um eine provokante Trotzreaktion handelt – zumal AfD-Vertreter immer wieder mit Corona-Leugnern sympathisiert haben.

Aber damit nicht genug. Nun hat sich der rechte Rand der AfD um Björn Höcke, dessen Flügel sich offiziell aufgelöst hat, endgültig in der Partei durchgesetzt. Höcke setzte in Dresden gegen die Mahnungen von Parteichef Jörg Meuthen die deutliche Absage an die EU durch. Der "Dexit" ist offiziell Teil des Wahlprogramms.

"Das Gedankengut weit rechts außen dominiert die Inhalte der Partei mehr als je zuvor."Jan-Christoph Scholz, Volontär OM Medien

Zugleich konnten Höcke und seine Mitstreiter ihre widerrechtlichen Forderungen bei Flucht und Migration durchsetzen. Familiennachzug für Flüchtlinge soll es laut der AfD nicht mehr geben.

Nichtsdestotrotz betont Parteichef Meuthen wiederholt die "Normalisierung" der Partei. Und sie will mit dem Slogan "Deutschland. Aber normal" bei den Wählern punkten.

Normal? Davon kann bei der AfD keine Rede sein. Wer offen gegen Flüchtlinge Stimmung macht, einen Waffenschein für "besonders gefährdete Personen" fordert und sich mit sogenannten Querdenkern solidarisiert, der ist von der Normalität weit entfernt. Das Gedankengut weit rechts außen dominiert die Inhalte der Partei mehr als je zuvor.

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