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Niedersachsens Datenschützerin Thiel beklagt Personalmangel

Im vergangenen Jahr habe die oberste Datenschützerin deshalb nur wenige anlasslose Kontrollen durchführen können. Auch die Beratung zur Aufklärung und Sensibilisierung für das Thema komme zu kurz.

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Die niedersächsische Landesdatenschutzbeauftragte Barbara Thiel redet in Hannover. Foto: dpa/Mietz

Die niedersächsische Landesdatenschutzbeauftragte Barbara Thiel redet in Hannover. Foto: dpa/Mietz

Der obersten Datenschützerin in Niedersachsen fehlt es nach eigener Einschätzung an Mitarbeitern. Auch im vergangenen Jahr habe sie nur wenige anlasslose Kontrollen durchführen können, sagte die Landesbeauftragte für den Datenschutz, Barbara Thiel, am Donnerstag. Auch die Beratung zur Aufklärung und Sensibilisierung für das Thema komme zu kurz. "Ich weiß nicht, wie sich diese Situation entscheidend verändern soll, wenn meiner Behörde nicht endlich mehr Personal zugebilligt wird", sagte Thiel.

Insgesamt 2538 Beschwerden erreichten die Datenschutzbeauftragte im Jahr 2021 von betroffenen Personen, ein leichter Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr (2020: 2479). Einen steilen Anstieg gab es indes bei den Pannen, die datenverarbeitende Stellen wie Unternehmen und Behörden gemeldet haben: Dort legte der Wert von 989 auf 1673 Datenschutzverletzungen zu.

Die Datenschutzbeauftragte erließ 42 Bußgeldbescheide über insgesamt rund 270.000 Euro. Der Großteil davon – 200.000 Euro – entfiel auf einen einzigen Fall, in dem ein Unternehmen Beschäftigte per Video überwacht hatte. Details dazu nannte die Behörde nicht.

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