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Niedersachsen will schnelleren Regelbetrieb in Kitas

Niedersachsen will angesichts des Abflauens der Corona-Epidemie schneller als geplant zu einem eingeschränkten Regelbetrieb der Kindertagesstätten zurückkehren.

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Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

 «Ich strebe an, dass wir Mitte Juni die Eltern bei der Betreuung weiter entlasten und allen Kindern ein Angebot zum - wenn auch vom zeitlichen Umfang eingeschränkten - Besuch einer Kita machen können», sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Mittwoch in Hannover. «Jetzt ist es an der Zeit, die nächsten Schritte zu planen und den Übergang zum Regelbetrieb einzuleiten.» Kurzfristig seien Gespräche mit den Trägern und kommunalen Spitzenverbänden geplant. Ursprünglich sollte der Regelbetrieb der Kitas erst zum 1. August wieder anlaufen.

«Es wird aber bis zur Sommerpause keine Rückkehr zum gewohnten Regelbetrieb von vor der Corona-Pandemie geben können», sagte Tonne. Beim Erwägen weiterer Öffnungen müsse die Balance zum Gesundheitsschutz gewahrt bleiben, um Kinder und Kita-Personal zu schützen. «Aber: Alle Kinder sollen bis zur Sommerpause die Chance erhalten, ihre Kita, ihre Erzieherinnen und Erzieher und ihre Freundinnen und Freunde wiederzusehen.» In welchem Zeitumfang das möglich sei, würden die Gespräche ergeben. Die geplante Erweiterung der Betreuung liefe dann auch synchron zur Rückkehr der letzten Schulkinder und würde für die Eltern zu einer besseren Planbarkeit des Familienalltags führen.

"Derzeit liegt die Betreuungsquote in Tageseinrichtungen bei 23 Prozent."Kultusminister Grant Hendrik Tonne

Zwar dürfen die Kitas derzeit schon bis zu 50 Prozent der gewöhnlichen Betreuung wieder anbieten, davon sind die Kindergärten aber noch weit entfernt. «Nach Rückmeldung der Jugendhilfeträger liegt die Betreuungsquote in Tageseinrichtungen derzeit bei 23 Prozent», sagte Tonne. Er sei zuversichtlich, dass sich die Quote durch das große Engagement der Träger weiter erhöhen werde.

Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund forderte indes fundierte Gespräche zwischen dem Land und den Kommunen, um einen Fahrplan für Ausweitung der Betreuung zu erarbeiten. «Es hilft nicht von Seiten des Landes, täglich neue Wünsche an die Kommunen in Sachen Kitaöffnung zu richten», sagte der Sprecher des Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Bullerdiek. «Derzeit ist nur eine Notbetreuung möglich, da der Infektionsschutz gewährleistet werden muss und etwa 30 Prozent der Erzieherinnen und Erzieher zu den Risikogruppen gehören und somit nicht eingesetzt werden können.»

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