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Niedersachsen will 400 afghanische Ortskräfte aufnehmen

Die Landesaufnahmebehörde will zentral und kurzfristig dafür sorgen, dass die Helfer und ihre Familienangehörigen eine Unterkunft bekommen. Die erste Maschine ist am Mittwoch gelandet.

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Aus Kabul evakuierte Personen warten nach der Landung mit einem Transportflugzeug Airbus A400M der Bundeswehr darauf, dass sie das Flugzeug verlassen können. Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat die Bundeswehr unter schwierigsten Bedingungen mit ihrer Luftbrücke zur Rettung von Deutschen und Afghanen begonnen. Foto: dpa / Bundeswehr | Marc Tessensohn

Aus Kabul evakuierte Personen warten nach der Landung mit einem Transportflugzeug Airbus A400M der Bundeswehr darauf, dass sie das Flugzeug verlassen können. Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat die Bundeswehr unter schwierigsten Bedingungen mit ihrer Luftbrücke zur Rettung von Deutschen und Afghanen begonnen. Foto: dpa / Bundeswehr | Marc Tessensohn

Niedersachsen stellt für die Aufnahme afghanischer Ortskräfte und deren Familienangehörige mindestens 400 Unterbringungsplätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes bereit. Das teilte das niedersächsische Innenministerium am Mittwoch auf dpa-Anfrage mit. Es liefen Gespräche zwischen Bund und Ländern zur weiteren Aufnahme afghanischer Ortskräfte. Das Land Niedersachsen werde sich daran weiter beteiligen, hieß es. Die Aufnahme soll kurzfristig zentral über die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen erfolgen.

Nach Ministeriumsangaben unterstützt das Land bereits seit einigen Monaten die Aufnahme afghanischer Ortskräfte in Deutschland. Demnach wurden in Niedersachsen in diesem Jahr bis Mitte August 36 Ortskräfte mit 151 Familienangehörigen aufgenommen.

Erste Maschine ist am Mittwochmorgen gelandet

Zuvor hatte auch Bremen angekündigt, bis zu 150 Unterbringungsplätze für afghanische Ortskräfte und deren Familien anzubieten. Die Hansestadt signalisiere dem Bundesinnenministerium seine Bereitschaft, kurzfristig Menschen aus Afghanistan aufzunehmen, hatte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) am Dienstag mitgeteilt.

In Frankfurt am Main landete am frühen Mittwochmorgen eine Lufthansa-Maschine mit rund 130 Deutschen und afghanischen Ortskräften. Nachdem die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan faktisch die Macht übernommen haben, versuchen viele Länder, darunter Deutschland, so schnell wie möglich eigene Landsleute und Afghanen auszufliegen.

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