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Niedersachsen plant vorerst keine Corona-Verschärfungen

Die Landesregierung ist nicht zufrieden mit der aktuellen Entwicklungen. Die Infektionszahlen bleiben auf hohem Niveau. Zumindest scheint aber das Wachstum gestoppt.

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Vorsichtig: Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen. Foto: dpa/Stratenschulte

Vorsichtig: Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen. Foto: dpa/Stratenschulte

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht anders als andere Länderchefs noch keinen Grund, die Corona-Beschränkungen über die Festtage zu verschärfen. "Wir sind nicht zufrieden mit den aktuellen Zahlen, weil sich der Rückgang aus der vergangenen Woche nicht fortsetzt", sagte Weil am Dienstag zur Infektionslage. "Wir stagnieren und das kann uns nicht zufrieden stellen, aber umgekehrt gilt auch, wir sind wesentlich besser dran als Sachsen, Bayern und andere Länder, die jetzt aktuell Maßnahmen vornehmen."

Es bleibe dabei, dass Niedersachsen vor der nächsten Änderung der Corona-Verordnung am 20. Dezember die Lage noch einmal bewertet. "Können wir bei den bisherigen Regelungen bleiben über die Festtage oder sind da Änderungen notwendig?" Angesichts der Empfehlung der Leopoldina zu einem "harten Lockdown" von Heiligabend bis zum 10. Januar betonte Weil, ein "harter Lockdown" sei für Niedersachsen derzeit nicht absehbar.

"Ich hoffe sehr, dass die aufgeregte Situation, die wir jetzt haben, nicht dazu führt, dass Menschen falsche Schlussfolgerungen ziehen, beispielsweise glauben, sie müssten jetzt ruckzuck überall in die Innenstädte gehen, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen, weil es danach sonst nicht mehr geht", betonte Weil. Im Gegenteil werde darum gebeten, die Weihnachtseinkäufe so zu entzerren, dass man sich mit möglichst wenigen anderen Käufern in den Innenstädten aufhält und auch das Online-Angebot des örtlichen Handels nutzt.

Land wird Lage bis 20. Dezember neu bewerten

Die Entscheidung Sachsens, ab kommendem Montag auch Schulen, Kitas, Horte und viele Geschäfte zu schließen, bezeichnete Weil angesichts der Infektionslage dort für richtig. "Die aus Sachsen gemeldeten Werte sind alarmierend."

"Es bleibt dabei, was wir gesagt haben: Wir werden uns zur nächsten anstehenden Änderung der Verordnung, das heißt zum 20. Dezember, sehr genau anschauen, wie sich die Dinge entwickelt haben, um daraus Konsequenzen abzuleiten zum Beispiel für den Umgang mit der Pandemie während der Festtage und in den Jahresanfang hinein", so Weil. Dies werde ruhig und sachlich geschehen.

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